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Das Warten hat kein Ende

Stau in Stadtallendorf Das Warten hat kein Ende

Wer am Donnerstagabend durch Stadtallendorf fuhr, brauchte starke Nerven: Weit mehr als eine Stunde dauerte die Fahrt vom einen Ende der Stadt zum anderen.

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Im Stadtallendorfer Super-Stau ging es am Donnerstagabend nicht mehr vor und nicht mehr zurück.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Die Reaktionen der Menschen sagten alles: Die einen legten verzweifelt den Kopf aufs Lenkrad, die anderen rauchten eine Zigarette nach der anderen, wieder andere stürzten sich in Galgenhumor und sprachen mit anderen Verkehrsteilnehmern über den Superstau, der am Donnerstagabend in Stadtallendorf herrschte. Drei Tage lang war der Verkehr trotz Teilsperrung der B 454 in der Stadt noch einigermaßen zügig geflossen, dann kam es zum Kollaps. „Wir kennen den Grund nicht“, gab Lars Fischer, der Pressesprecher des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) am Freitag zu. Mitarbeiter sollen nun die Ampel Neustädter Straße / Bahnhofstraße überprüfen. Eine Panne könnte dafür gesorgt haben, dass sich der Verkehr zurückstaute und einen Kreisel blockierte, was einen Dominoeffekt ausgelöst haben könnte.

„Ein Auto soll in einem Kreisverkehr liegen geblieben sein. Das soll Auslöser gewesen sein, dass alle Kreisel zugefahren wurden“, sagt Dirk Schindler, der stellvertretende Fachbereichsleiter „Sicherheit und Ordnung“ der Stadt. Dies sei ihm mitgeteilt worden, doch nicht einmal die Polizei habe ihm dies bestätigen können, ergänzt er. „Wir hatten zahlreiche Anrufe. Die Kreisel waren zugestellt, es ging nicht mehr vor oder zurück“, kommentierte Polizeisprecher Jürgen Schlick. Die Fahrzeuge hätten aus Richtung Kirchhain bis zum Hof Netz gestanden, andere Anrufer hätten sich beschwert, dass es von der Wasag bis in die Niederkleiner Straße 90 Minuten gedauert habe. „Eine Verkehrsregelung war uns nicht mehr möglich“, ergänzt er.

Das ASV und die Stadt einigten sich am Freitag darauf, den aus Richtung Kirchhain kommenden Verkehr so schnell wie möglich wieder aus der Innenstadt abzuleiten, also über die Wetzlarer Straße zurück auf die Bundesstraße. Verkehrsteilnehmer sollten aber auch den Weg am Rathaus vorbei Richtung Neustadt nutzen. Zudem ist in der Diskussion, die Ampelschaltung Ecke Neustädter Straße / Bahnhofstraße anders zu takten – ohne aber den Verkehr aus dem alten Dorf zu sehr zu benachteiligen, wie Schindler betont.

Die Verkehrsader B 454 ist derzeit wegen Kanalbauarbeiten gesperrt, die planungsgemäß bis Freitag der kommenden Woche andauern. „Ich hoffe, der Zeitplan wird eingehalten und die Arbeiten sind bis dahin abgeschlossen“, sagt Fischer.

von Florian Lerchbacher

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