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Das Tanzfieber soll auch die Besucher anstecken

Standardtanz Das Tanzfieber soll auch die Besucher anstecken

An der Weltmeisterschaft nahmen sie noch teil, auf zahlreiche andere große Turniere verzichtet das Tanzpaar Heidi Dörr und Toni Schott. Der Grund ist einfach: Die beiden wollen sich voll auf den Hessentag konzentrieren.

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Von Hip-Hop bis Ballett: Tony Schott präsentiert das Programm von „Die Faszination des Tanzens“.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Sie rutschen in der Weltrangliste ab – das stört Heidi Dörr und Toni Schott aber nicht, denn die Hessenmeister von 2001 im Standardtanz widmen diese Saison fast komplett dem Hessentag. Sie verzichten auf zahlreiche Turniere und setzen einen anderen Schwerpunkt: Tanzveranstaltungen in Wetzlar, Aßlar und Braunfels sind nur einige Stationen, an denen das Paar von der TSG Marburg Halt gemacht hat, um für die 50. Auflage des Landesfestes Werbung zu machen – genauer gesagt: für „Die Faszination des Tanzens“, die Schott für den 1. Juni (18 bis 20 Uhr) im Weindorf organisiert.

„Wir tanzen für Sie“, lautet das Motto der Veranstaltung, bei der neben Dörr und Schott die Jazztanzgruppe „Lichtblicke“, das Lateinpaar Lika Pabst-Gun und Frédéric Gun, Hip-Hop-Vize-Weltmeister Mehmet Durmaz (alle TSG Marburg), eine Ballettgruppe der Tanzschule Enjoy sowie die Garde der Kolpingfamilie Stadtallendorf auftreten.

Ein Hessenmeister müsste eigentlich beim Hessentag auftreten, scherzten Schotts Kollegen in der Stadtallendorfer Stadtverwaltung. „Sie frotzelten, ich frotzelte zurück – und über Nacht kam mir dann die Idee, tatsächlich eine Tanzveranstaltung für meine Heimat zu planen“, erinnert sich der Stadtallendorfer, der seit rund 15 Jahren mit der Kirchhainerin Heidi Dörr tanzt. Die beiden lernten sich einst in der Tanzschule kennen: Er war Anfänger, und sie nahm sich als Fortgeschrittene seiner an. Inzwischen haben sie sich im Standardtanz auf einen Rang um die 430 vorgearbeitet. Bei der WM über Ostern in Spanien landeten sie auf Platz 178.

Nun wollen sie ihr Können beim Hessentag zeigen. Und damit die Veranstaltung ein voller Erfolg ist, werben sie nicht nur bei Turnieren um Zuschauer. Schott hat zum Beispiel auch Rita Drahotta und Hugo Bäcker – der immer durch die Tanzgala in Gladenbach führt – als Moderatoren gewonnen. Und damit den Zuschauern auch während der kurzen Pausen zwischen den Aufführungen und Ansagen nicht langweilig wird, sorgen Norbert Naumann (Trompete) und Markus Wittich (Keyboard) vom FSKK mit Musik für Zerstreuung. „Und Willi will auch mal vorbeikommen“, ergänzt Schott und hofft, dass seine Partnerin einen kleinen Tanz mit dem TV-Star zeigen kann: „Sie ist Feuer und Flamme.“

Mehr als 1.000 Besucher erwartet der Stadtallendorfer im Weindorf an der Stadthalle. Ihnen soll eine abwechslungsreiche Show geboten werden, gleichzeitig sollen sie aber auch selbst das Tanzbein schwingen. Die Bühne ist 48 Quadratmeter groß und bietet genügend Platz für viele Gäste, die sich vom Tanzfieber anstecken lassen. Eigentlich müsste sie aber 50 Quadratmeter groß sein – schließlich ist es das 50. Landesfest, Stadtallendorf feiert 50 Jahre Stadtrechte, und Schott wurde in diesem Jahr 50 Jahre alt.

von Florian Lerchbacher

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