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Ostkreis Das Opfer muss erneut aussagen
Landkreis Ostkreis Das Opfer muss erneut aussagen
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09:10 24.05.2012
Im Prozess um schweren Kindesmissbrauch wird es im Marburger Landgericht einen vierten Verhandlungstag geben. Foto: Thorsten Richter
Stadtallendorf

Das entschied die unter Vorsitz von Richter Dr. Thomas Wolf tagende 3. Große Jugendkammer des Marburger Landgerichts am gestrigen dritten Verhandlungstag nach der Vernehmung einer Zeugin. Eigentlich sollten gestern zum Abschluss der Beweisaufnahme neben der Zeugin nur noch eine Gutachterin gehört werden. Dann hätte plädiert und das Urteil gesprochen werden können.

Das Gericht sah jedoch die Notwendigkeit, noch einmal das Opfer zu vernehmen. Die heute 16 Jahre alte Schülerin befindet sich allerdings derzeit im Ausland. Das Mädchen habe gegenüber der Gutachterin Dinge ausgesagt, die es dem Gericht nicht gesagt habe. Diese Äußerungen zum Tatgeschehen könne das Gericht nicht vom Hörensagen zur Kenntnis nehmen, erläuterte der Vorsitzende Richter.

Angeklagt ist ein Bauhandwerker aus Rheinland-Pfalz, dem die Anklage vorwirft, im Oktober 2005 die damals zehnjährige Tochter seiner damaligen Freundin vergewaltigt zu haben. Später soll er das Kind einmal zum Oralsex gezwungen haben. Über den Zeitpunkt dieser Tat gehen die Angaben auseinander. Das Opfer, das am ersten Verhandlungstag zum Schutz seiner Persönlichkeitsrechte unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt hatte, gab als Tatzeit den Vorabend des Silvesterabends 2005 an. Die Mutter des Mädchens sowie deren beste Freundin siedelten im Zeugenstand dieses Tatgeschehen am Nachmittag des Silvestertages 2006 an.

Der Angeklagte streitet beide Tatvorwürfe ab. Er habe das Mädchen nur zwei- oder dreimal gesehen und sei zu den vermeintlichen Tatzeit nicht mehr mit dessen Mutter zusammen gewesen, hatte der Angeklagte ausgesagt.

Von der für gestern geladene Zeugin erhoffte sich das Gericht Aufschluss über den Zeitpunkt der zweiten Tag. Die Mutter des Opfers hatte ausgesagt, dass sie den fraglichen Silvesterabend mit einer befreundeten Nachbarin verbracht haben. Daran konnte sich diese gestern im Zeugenstand jedoch nicht erinnern. Nach ihrer Erinnerung habe sie nie den Jahreswechsel mit ihrer damaligen Freundin verbracht. Meist habe sie um diese Zeit arbeiten müssen. Ebenso wenig könne sie sich an einen Besuch des Angeklagten in der Wohnung ihrer Freundin an einem Silvestertag erinnern. Den Mann habe sie nur einige male gesehen.

Auf Nachfrage von Staatsanwältin Annemarie Wied erklärte sie, wenig über die damalige Beziehung zu wissen. Diese habe sie selbst als ständiges Auf und Ab angesehen. „Ich habe gedacht, dass wird ohnehin nichts zwischen den beiden. Mal kam er, mal blieb er weg“, sagte sie über den Angeklagten, dem sie ein machomäßiges Auftreten bescheinigte. Die Zeugin versprach dem Gericht, an Hand ihrer Fotos zu rekonstruieren, ob sie vielleicht den fraglichen Silvesterabend mit ihrer Freundin verbracht hatte.

Neben den formalen Klagegründen argumentieren Nabu und die Aktionsgemeinschaft mit Verfahrensfehlern von Bund und EU-Kommission gegen den A-49-Abschnitt.

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