Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Das Licht in Amöneburg bleibt an

Haushaltsplan 2010 Das Licht in Amöneburg bleibt an

Rund eine Stunde widmeten sich die Stadtverordneten dem Entwurf des Haushaltsplanes und den geplanten Veränderungen, dann stimmten sie ihm - bei zwei Gegenstimmen aus der CDU - zu.

Voriger Artikel
Milchbauern sollen von Opec lernen
Nächster Artikel
Videokameras sind „letztes Mittel“

Die Lichter in Amöneburgs Straßen bleiben auch in den Nachtstunden an. Archivfoto

Amöneburg. In zahlreichen Sitzungen hatten sich Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und die Amöneburger Stadtverordneten dem Haushaltsplan für das Jahr 2010 gewidmet und nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht. Sie wurden fündig und schafften es, das Defizit im Ergebnishaushalt von rund 720 000 auf etwa 590 000 Euro und die Kreditaufnahme von 838 000 auf 659 000 Euro zu drücken. Sie kürzten zum Beispiel am geplanten Lift für den Treffpunkt Rüdigheim oder verschoben einige Projekte auf das kommende Jahr. Die geplante Abschaltung der Straßenbeleuchtung zwischen 1.15 und 4.30 Uhr lehnten die Stadtverordneten letztendlich jedoch ab.

Diethelm Reinmüller, der Vorsitzende der SPD-Fraktion, will nicht, dass die Amöneburger nachts im Dunkeln sitzen. Das Licht diene der Sicherheit der Bürger. Den Plan, es abzuschalten, bezeichnete er als „übervorsichtige Einsparung“. In seiner Haushaltsrede widmete er sich vornehmlich der Kürzung der Schlüsselzuweisung um eine halbe Million Euro sowie dem Rückgang der Einkommensteuer um 200 000 Euro: „Die Ursache unseres Defizits ist nicht hausgemacht. Unser Haushalt läuft äußerst schlank.“ Positiv sei indes, dass die Stadt trotz allem „nicht an der Gebührenschraube drehen“ wolle – wobei dies als letzte Möglichkeit zur Akquirierung von Einnahmen im Haushaltssicherungskonzept festgehalten ist.

Stefan Heck, der Vorsitzende der CDU, monierte, der Haushaltsplanentwurf habe zu wenig Willen zur Einsparung gezeigt. „Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen“, sagte er und ergänzte, die vom Bürgermeister mehrfach beim Thema Investitionen erwähnte Lebensqualität werde durch in Zukunft steigende Steuern verschlechtert. Er forderte, dass die Stadt alle freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand stelle.
Er betonte, dass Organisation und Führung des Bauhofs auf den Prüfstand gestellt werden müssten – dort gebe es deutliche Mängel und Einsparmöglichkeiten.

von Florian Lerchbacher

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Amöneburg

Die Amöneburger suchen derzeit fieberhaft nach Möglichkeiten, das am Ende des Haushaltsplanentwurfs 2010 stehende Defizit von 725 000 Euro zu drücken.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr