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Das Grau verschwindet - es wird bunt

Straßenmalerfest in Neustadt Das Grau verschwindet - es wird bunt

Freudig blickten die Organisatoren des Straßenmalerfestes in den blauen Himmel über Neustadt. Bei perfekten äußeren Bedingungen zeigten kleinen und großen Künstler ihr Können mit der farbigen Kreide.

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Paula Mix und Marie-Catherine Kuhn (oben links) belegen mit ihrer „Maus“ in der Klasse S3 (12-14 Jahre) den zweiten Platz. Mit dem 3D-Bild „Bergsteiger“ holt sich Nicolaj Arndt (unten links) den Sieg in der Meisterklasse. Die beiden siebenjährigen Freundi

Neustadt. Neustadt. „Ist das toll geworden“ - spontane Ausrufe wie diese, zeigten die Begeisterung der zahlreichen Besucher für die auf den Asphalt gebannten Bilder. Hunderte Kunstliebhaber pilgerten am Wochenende entlang der Bürgersteige der gesperrten Neustädter Marktstraße, um die 118 Bilder der 163 jungen und älteren Künstler kritisch in Augenschein zu nehmen.

Zum magischen Anziehungspunkt wurden dabei die dreidimensional gemalten „Legosteine“ von Wilfried Berg aus Medebach und der scheinbar in eine Schlucht stürzende „Bergsteiger“ von Vorjahressieger Nicolaj Arndt aus Marburg, der sich in diesem Jahr den Sieg in der neuen Kategorie „Meisterklasse“ sicherte.

Lokalmatador Stefan Pollack schaffte es mit seinem fotographisch genau gezeichneten Werk „Dame mit Hund“ die Massen anzuziehen. Ein weiterer Hingucker war das Bild „Erzengel Michael“ von Profimaler Udo Lindenthal.

Außerhalb der Künstlerwertung malten die rund 30 Schüler der Martin-von-Tours Schule Comicfiguren auf die Straße. Sie erhielten dafür einen Betrag für ihre Klassenkasse. Die Belastung, die jeder Künstler bis zur Fertigstellung seines Werkes auf sich nehme, sei nicht zu unterschätzen, erklärte Stefan Pollack, der in der Meisterklasse an den Start ging. „Es ist schon anstrengend auf dem Asphalt zu malen, ständig aus der hockenden Haltung aufzustehen. Da ist man schon froh, wenn es vorbei ist“, sagte der Neustädter Künstler.

Große Kunstfertigkeit, Talent und Ausdauer zeigten aber auch eine Vielzahl jüngerer und jugendlicher Maler, die unermüdlich viele Stunden an ihren Werken arbeiteten, um aus einem Stückchen grauen Asphalt eine bunte Bilderlandschaft entstehen zu lassen.

Das optimale Wetter sorgt natürlich auch für Freude unter den Organisatoren. „Das Wetter ist zum erstem Mal optimal, es sind wieder viele Profikünstler dabei, aber auch viele Kinder, die von Anfang an eifrig dabei sind und die sich enorm weiter entwickelt haben“, sagte Roswitha Trümpert, Vorsitzende des Arbeitskreises Straßenmalfestival. „Alle die sich trauen mitzumachen und die sich damit auch der Kritik der Besucher stellen, sind Sieger“, sagte sie und betonte das verbindende Element des Festivals.

Eine Neuheit in diesem Jahr war die Kategorie „Meisterklasse“. Dort starteten die erwachsenen Sieger aus den vergangenen Jahren. Damit der Kreideteppich länger haltbar bleibt, wird er nach der Fertigstellung mit einer Mischung aus Tiefgrund und Wasser fixiert. Eine Jury prämierte und begutachtete am Sonntagnachmittag die Werke. Ein buntes Bühnenprogramm rundete das Festival ab.

Die Sieger beim 4. Straßenmalerfestival: Kiga (bis sechs Jahre): Joel Schmittdiel, S1 (7 bis 8 Jahre): Leila Manav, S2 ( 9 bis 11 Jahre): Alita Strubel, S3 (12 bis 14 Jahre): Nicole Tulay, Fabienne Diebel, Julia Brauschke, Gruppe J (15 bis 17 Jahre): Jana Kröhl, Gruppe E (ab 18 Jahre): Udo Lindenthal, Gruppe Meisterklasse: Nicolaj Arndt, 3D-Bild-Sonderpreis: Wilfried Berg

von Karin Waldhüter

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