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Das Gefälle zum neuen Feuerwehrhaus missfällt

Ortsbeirat kritisiert Das Gefälle zum neuen Feuerwehrhaus missfällt

Der Ortsbeirat Erksdorf hat dem Entwurf des ­neuen Feuerwehrgerätehauses, das in der Langensteiner Straße gebaut werden soll, zugestimmt. Trotzdem gab es einige kritische Töne.

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Das alte Erksdorfer Feuerwehrgerätehaus kommt ohne eine lange Zufahrt zur Straße aus: Es steht mitten im Ort. Archivfoto: Michael Rinde

Ersdorf. Schon im Vorfeld der Sitzung waren die Änderungswünsche der Erksdorfer Feuerwehr in den Entwurf aufgenommen worden. Dazu gehört, dass sich die Toiletten in dem neuen Raumkonzept direkt hinter dem Haupteingang auf der rechten Seite befinden. Ursprünglich war dort die Einrichtung eines Büros geplant, das nun nach hinten rückt und nur durch eine verschließbare Zwischentür im Flur erreichbar sein wird.

So werden der Eingangsbereich samt Toiletten und der restliche Teil des Gebäudes voneinander getrennt. „Bei Veranstaltungen rund um das Haus können die Leute also einfach aufs Klo gehen, ohne durch die Räumlichkeiten der Feuerwehr zu laufen“, erklärte Thorsten Bartsch, der zweite Vorsitzende der Erksdorfer Wehr und stellvertretende Ortsvorsteher.

Auch der Wunsch der Feuerwehr, auf der Rückseite zwei weitere Zugänge zum Gebäude zu schaffen, ist in den Entwurf eingearbeitet. Demnach wird es die Möglichkeit geben, von der Terrasse direkten Zutritt sowohl zur Fahrzeughalle als auch dem Jugendfeuerwehr-Raum zu haben. Ein Umstand, der den Feuerwehrleuten kürzere Wege ermöglichen soll.

Diese Anliegen hatte die Erksdorfer Wehr nach Beratungen mit der Wehrführung und dem Vorstand an die Stadt herangetragen. Wie Thorsten Bartsch berichtete gab es darüber hinaus eine Begehung des neuen Hatzbacher Feuerwehrgerätehauses, an dem sich der Entwurf für Erksdorf orientiert. Vonseiten der Feuerwehr bestehen nun im Hinblick auf den Neubau in der Langensteiner Straße nur noch kleinere Beanstandungen, die allerdings nicht das Raumkonzept betreffen.

Auch der Ortsbeirat hob einstimmig für den Entwurf die Hand. Allerdings gab es auch einige kritische Töne aus dem Gremium. Laut Angaben von Ortsvorsteher Udo Krebs liege das Gelände, auf dem das Haus gebaut werden soll, etwa 25 Meter von der Straße entfernt und sei gleichzeitig rund zweieinhalb Meter tiefer als die Straße. Wie mit diesen Bedingungen beim Bau umgegangen werde - insbesondere mit Blick auf den Vorhof - fragte er in Richtung des städtischen Fachbereichsleiters Klaus Hütten, der ebenso wie Bürgermeister Christian Somogyi der Sitzung beiwohnte. Bislang sei der Ortsbeirat nicht über Höhenangaben informiert worden, bemängelte Krebs.

Das Gebäude werde angehoben, antwortete Hütten und erklärte, auf der Hoffläche werde es von der Straße zum Gebäude ein „geringes Gefälle von zwei bis fünf Prozent“ geben. Nun hakte Ortsbeiratsmitglied Ingo Henkel ein. Seine Befürchtung: Bei Starkregen könnte das neue Feuerwehrgerätehaus aufgrund seiner tiefen Lage schnell unter Wasser stehen. Außerdem sei „unschön gelöst“, dass die Einsatzwagen im Winter bei Glatteis zunächst bergauf fahren müssten.

Hütten hielt entgegen, das Haus werde „durch ein Entwässerungssystem geschützt“. Und bei Glätte „muss vonseiten des Winterdienstes Einsatzfähigkeit gewährleistet werden“, so der Fachbereichsleiter. In der Stadtverordnetenversammlung soll nun ein Grundsatzbeschluss über die Bauantragstellung gefasst werden. Dann könnten die Ausschreibungen beginnen.

von Yanik Schick

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