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Ostkreis Das Dorfentwicklungsprogramm steht
Landkreis Ostkreis Das Dorfentwicklungsprogramm steht
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19:52 17.07.2011
Ortsvorsteher Wolfgang Rhiel (vorne) präsentiert gemeinsam mit einigen Mitgliedern des „Arbeitskreises Dorferneuerung“ sowie Henriette Klinkhart (hinten, links), Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg (hinten, Mitte) und Kirsten Steimel (hinten Zweite von rechts) das über hundert Seiten zählende Dorfentwicklungskonzept. Quelle: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. „Bonjour“ hieß es am Donnerstagnachmittag im Erfurtshäuser Bürgerhaus, denn neben zahlreichen Bürgern waren auch rund dreißig französische Zuhörer aus der Partnerstadt Chateau-Garnier zu Gast, die Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg standesgemäß in ihrer Landessprache begrüßte.

Als im Sommer des vergangenen Jahres Erfurtshausen in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde, war die Freude ebenso groß, wie die Bereitschaft, sich an dem zukunftsweisenden Projekt zu beteiligen: Die Bürger, der Ortsbeirat, der Magistrat der Stadt Amöneburg und das Amt für den ländlichen Raum des Landkreises begann im November mit der Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes um, auch im Hinblick auf die prognostizierten demografischen Veränderungen, Erfurtshausen fit für die Zukunft und attraktiv für alle Generationen zu machen.

Unter der Federführung des beauftragten Planungsbüros, der Bürogemeinschaft regioTrend&HKlinkhart mit Kirsten Steimel und Henriette Klinkhart, wurde ein Konzept erarbeitet und am Donnerstag letztendlich gleich zweisprachig vorgestellt.

Während insgesamt sechs Dorfforen hatten die Beteiligten zunächst die Stärken und Schwächen des Ortes analysiert, Zukunftsperspektiven erarbeitet und ein Leitbild formuliert. „Erfurtshausen – viel Natur und Tradition. Lebenswert für jede Generation“ lautet das Motto der Dorferneuerung.

Die Erfurtshäuser legten die drei Handlungsfelder „Dorfgemeinschaft und Identität“, „Funktionalität und Ortsbild“ sowie „Bioenergiedorf 2012 / 2013“ fest. In der „Aktivgemeinschaft Erfurtshausen“ gründet sich außerdem ein Trägerverein für das sanierte Bürgerhaus. Zudem entstand ein 23-köpfiger Arbeitskreis Dorferneuerung, der in den nächsten acht Jahren die zukunftsweisenden Projekte koordinieren will.

Das Dorfentwicklungskonzept umfasst 21 öffentliche Projekte mit einem Gesamtinvestitionsrahmen von 570.000 Euro. 15 Projekte werden direkt über die Dorferneuerung gefördert, 6 andere erhalten Gelder über andere Förderprogramme.

von Karin Waldhüter

Mehr lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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