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Team "Classico" setzt sich durch

Cup der Kulturen Team "Classico" setzt sich durch

Fußballteams mit Kickern verschiedener Herkunft spielten den „Cup der ­Kulturen“ aus, um ein ­Zeichen für ein gutes Miteinander zu setzen. Einer der Spieler findet: Gerade jetzt ist das wichtig.

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In der Bärenbachhalle lieferten sich die Spieler verschiedener Hobbymannschaften spannende Laufduelle.

Quelle: Yanik Schick

Stadtallendorf. Der 19 Jahre­alte Can Tokcan und seine­ Freunde haben sich als „Lohpfad Bros“ bei dem Turnier angemeldet. Der Team-Name geht auf ihre Kindheit zurück: Alle sind in derselben Straße aufgewachsen, kennen sich seit der Grundschule. Mit dabei sind Spieler türkischer, deutscher, kroatischer, US-amerikanischer oder arabischer Herkunft. Die Mannschaft ist damit gewissermaßen ein Paradebeispiel für das, wofür der Tag in der Bärenbachhalle stand: kulturelle Vielfalt.

Ein Zeichen fürs gute Miteinander

Ein Zeichen für ein gutes Miteinander zu setzen, war den „Lohpfad Bros“ ein wichtiges Anliegen. „Wir haben gerade eine Zeit, in der wieder viele Vorurteile gegen manche Kulturen da sind“, sagt Can Tokcan, „das schafft Probleme. Aber die gibt es eigentlich gar nicht, und das möchten wir unter Beweis stellen.“

Insgesamt 16 Hobby-Mannschaften traten zu dem „Cup der Kulturen“ an, den die Ditib-­Jugend der Stadtallendorfer ­Fatih Moschee zum zweiten Mal organisierte. Im Teilnehmerfeld waren Teams anderer muslimischer Gemeinden, zum Beispiel aus Neustadt, Stadtallendorf, Kirchhain und Breidenbach. Dazu kamen - vergleichbar mit den „Lohpfad Bros“ - Freizeit-Mannschaften, bei denen auch Spieler aus Italien, Rumänien, Polen, Bulgarien oder Russland mitkickten.

Fußball ist "ein Mittel zum Zweck"

Die Ditib-Jugend freute sich über die hohe Resonanz zu dem Fußball-Turnier. „Unser Ziel ist es ja, verschiedene Kulturen zusammenzubringen. Der Fußball ist dabei nur ein Mittel zum Zweck, um den Austausch zu ermöglichen“, sagte Jugendleiter Mustafa Zorlu.

Von früh morgens an spielten die Teams zunächst in vier Vorrundengruppen gegeneinander. Danach begann die Ko-Phase,­ in der sich letztlich die italienische Mannschaft „Classico“ als Turniersieger durchsetzte.­ Zweiter wurden die Kicker der Islamischen Gemeinschaft „Milli Görüs“ in Stadtallendorf. Platz drei ging an die Auswahl der Moschee im nordhessischen Schauenburg.

Turnier soll 2018 zweimal stattfinden

Ganz so wichtig waren die Ergebnisse am Ende aber nicht. Vielmehr ging es um den Austausch der Spieler und Mannschaften miteinander, entweder oben auf der Tribüne, oder im Foyer der Halle.

Im kommenden Jahr soll der „Cup der Kulturen“ - wenn es nach den Veranstaltern geht - sogar zweimal stattfinden: zuerst im Sommer unter freiem Himmel, dann wieder am Jahresende in der Halle. Zorlu und Co. legen viel Wert darauf, dass das Miteinander der verschiedenen Nationalitäten in Stadtallendorf durch Veranstaltungen wie diese weiter gefördert wird. „Unser Eindruck ist, dass Multi-Kulti seit einigen Jahren in der Stadt sehr gut funktioniert. Wir möchten es aber weiter stärken“, betonte der ­Jugendleiter.

von Yanik Schick

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