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Bushaltestelle: Bau ärgert Anwohner

Amöneburg Bushaltestelle: Bau ärgert Anwohner

Amöneburg ist unzureichend mit Bushaltestellen versorgt. Dies geht aus dem Nahverkehrsplan des Landkreises Marburg-Biedenkopf hervor.

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Eltern und Anwohner kämpfen gegen eine geplante Bushaltestelle an der Grundschule.

Quelle: Tobias Hirsch

Amöneburg . Um dies zu ändern, beschloss die Stadtverordnetenversammlung bereits im Jahre 2001 die Bushaltestelle "Amöneburg-Bahnhof" an die Grundschule in die rund 300 Meter entfernte Petrus-Muskulus-Straße zu verlegen. "Es wurden verschiedene Varianten geprüft, die allesamt schwierig erschienen, da in jedem Fall gewährleistet werden musste, dass der Linienbus in der Siedlung drehen kann", sagt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg auf Anfrage der OP. Die Angelegenheit wurde auf Eis gelegt.
Als dann im Jahr 2006 zwei Schulkinder auf dem Schulweg angefahren wurden, nahm die Diskussion wieder Fahrt auf. In einer beispiellosen Aktion errichteten Anlieger daraufhin einen Fußweg entlang der Kreisstraße - mit finanziellen Mitteln der Stadt. Die Situation war entschärft. Parallel dazu wurde das Thema Verlegung der Bushaltestelle jedoch weiter betrieben. Als einzig realistische Möglichkeit blieb wieder die Verlegung der Bushaltestelle in die Petrus-Muskulus-Straße. "Während eines Ortstermins wurden die Bedenken der Schulleitung und der Eltern ausgeräumt", sagt Richter-Plettenberg. Probleme gab es aber dann mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). "Dieser lehnte die Verlegung der Bushaltestelle zunächst aus wirtschaftlichen Gründen ab", sagte Richter-Plettenberg. Durch die geringfügig weitere Strecke würden jährlich Mehrkosten im fünfstelligen Bereich entstehen, habe der RMV argumentiert. Eine Nachfrage beim Landkreis ergab jedoch, dass die Schule eine weitere Haltestelle vor ihrer Türe - es existiert bereits eine für den Schulbus - abgelehnt hatte. Jetzt gibt es Neuigkeiten: Noch in diesem Jahr soll die Haltestelle in der Petrus-Muskulus-Straße eingerichtet werden.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember hat sich der RMV bereiterklärt, die Haltestelle anzufahren. Ab Dezember soll ein Großteil der Busse der neuen Regionallinie 382 und der Schülerverkehr in die Gesamtschule Heskem nicht mehr über die Haltestelle am Bahnhof, sondern über die neue Haltestelle an der Grundschule abgewickelt werden. Einige wenige Busse, die überwiegend dem Schülerverkehr dienen, sollen nach dem Willen des RMV weiterhin die Haltestelle Amöneburg-Bahnhof anfahren.

Doch nun whern sich Eltern und Anwohner gegen die neue Bushaltestelle. Sie haben bereits Unterschriften gesammelt. Am Dienstagabend soll ein Dringlichkeitsantrag im Bauausschuss beraten werden - ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Mardorf.
von Tobias Hirsch
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