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Bund steckt Geld in die Schießanlage

Bundeswehr-Standort Bund steckt Geld in die Schießanlage

Für den Bund ist die komplette Sanierung der Standortschießanlage eine der derzeit größten Einzelinvestitionen am Bundeswehrstandort Stadtallendorf. 2,3 Millionen Euro sind allein dafür vorgesehen.

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Diese Schießbahn für Gewehre ist bereits zu einem erheblichen Teil saniert worden. Das kleine Foto zeigt einen bereits seit längerem nicht mehr genutzten Teil der Stadtallendorfer Standort-Schießanlage. Fotos: Michael Rinde

Stadtallendorf. Riesige Holz- und Stahlträger überspannen die einzelnen Schießbahnen zwischen den Erdwällen. Auf dem Boden ist bereits großflächig neuer Kies aufgebracht. Am Ende der Schießbahn liegen die Halter der Schießscheiben bereits in ihren Öffnungen. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wird auf dem Bundeswehrgelände mitten im Herrenwald intensiv gearbeitet.

Dort lässt der Bund die Standortschießanlage mit großem Aufwand und erheblichen Kosten sanieren. Insgesamt bis zu zwei Jahre Bauzeit hat die Wehrbereichsverwaltung für das gesamte Projekt veranschlagt.Die Schießanlage für die Bundeswehrstandorte Stadtallendorf und Neustadt entstand bereits Anfang der 1960er Jahre. Wie sich bei den noch unberührten älteren Schießbahnen zeigt, war die Sanierung überfällig. Ende 2010 stellte die Bundeswehr das Schießtraining dort ein.

Die Wehrbereichsverwaltung West in Düsseldorf ist Auftraggeber des Bauprojekts, umgesetzt wird es vom hessischen Baumanagement. Nicht nur für Wehrpflichtige, die nach wie vor von einer Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons Division Spezielle Operationen ausgebildet werden, ist Schießausbildung Pflicht. Aktuell erfolgt sie auf Anlagen in den Standorten Schwarzenborn, Fritzlar und Frankenberg. Ende des Jahres, so erwartet es die Wehrbereichsverwaltung West, soll die sanierte Anlage in Stadtallendorf wieder genutzt werden können. Es entstehen zwei Lang-Stände (klassifiziert als A-Stände) für Gewehre und drei Pistolen-Schießstände (D-Stände). Auf einem Gewehrstand gibt es in Zukunft eine elektronische Trefferauswertung. „Damit wird die Qualität der Schießausbildung und die Sicherheit auf der Anlage erheblich verbessert“, erklärt ein Sprecher der Wehrbereichsverwaltung auf Anfrage dieser Zeitung.

Auch bei der Baustelle Standort-Schießanlage spielte die Rüstungsaltlasten-Problematik zumindest am Rande eine Rolle. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs habe der Kampfmittelräumdienst in der Nähe der Anlage einen Verbrennungsplatz für Munition unterhalten. Darum sei das Baustellengelände auf Munition untersucht worden. Bodenverunreinigungen haben sich auf dem Gelände aber offenbar nicht gefunden. Derzeit investiert der Bund auch weiter in die Herrenwald-Kaserne. So wird in diesem Jahr ein neues Werkstattgebäude fertiggestellt. Außerdem sollen Fassadensanierungen beendet werden. Dafür stehen im laufenden Etat der Wehrbereichsverwaltung zwei Millionen Euro bereit.

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