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Bürgerwehr hält die Geschichte lebendig

15-jähriges Bestehen Bürgerwehr hält die Geschichte lebendig

Die Geschichte der Bürgergarde ist lang. Die 2. Kompanie des 16. Kurhessischen Bürgergardebataillons bestand von 1830 bis 1854. Den Verein „Historische Bürgerwehr“ gibt es seit dem Jahr 1992.

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Die Historische Bürgergarde Neustadt feiert morgen ihr 15-jähriges Bestehen vor dem Junker-Hansen-Turm.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Am Samstag feiert die Historische Bürgerwehr Neustadt am Junker-Hansen-Turm ihr 15-jähriges Bestehen. Während es sich der Verein zur Aufgabe gemacht hat, die Stadt zu repräsentieren und an die Geschichte zu erinnern, so wurde die Bürgergarde im Jahr 1830 aufgrund von Unruhen nach der Revolution in Frankreich gegründet. Aufgabe war es, die Bürger vor dem Pöbel zu schützen, der Geschäfte plünderte und für Verunsicherung sorgte. Die Auflösung erfolgte im Jahr 1854.

138 Jahre später beschlossen die Neustädter, bei der Trinitatis-Kirmes einen jungen Bürger – Markus Müller – als Junker Hans auftreten zu lassen. Er wurde zunächst von vier Mann (Andreas Dippel, Andreas Mergel, Andreas Gnau und Thomas Vietor) begleitet, die Neustädter beschlossen dann aber, ihm sollte eine Garde zur Seite stehen – und sie hoben im Jahr 1994 nach dem Vorbild von Neustadt / Waldnaab die Bürgerwehr aus der Taufe. 16 junge Männer gründeten den Verein, dessen Geschichte am Montag der 490. Kirmes beginnt.

145 Mitglieder gibt es inzwischen, 29 davon sind aktive Gardisten – nur, wer zwischen dem 18. und dem 35. Lebensjahr eintritt, darf in diese Rolle schlüpfen. Am Freitag steht ein Einschnitt in der Geschichte bevor: Die Neustädter verteilen erstmals Dienstgrade – diese werden Freitag Abend gewählt. Samstag um 16 Uhr steht dann ein kleiner Appell am Junker-Hansen-Turm, bei dem nicht nur die Garden aus Weidenhausen und Waldnaab sowie Soldaten der Patenschaftskompanie sechs der Division Spezielle Operationen zu Gast sind. Auch Brigadegeneral a. D. Klaus Wittmann ist zugegen.

von Florian Lerchbacher

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