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Bürgern ist es an Überwegen zu dunkel

Ampelkreuzung Niederklein Bürgern ist es an Überwegen zu dunkel

Seit Ende November ist die Kreuzung zwischen Bundesstraße 62 und Landesstraße 3 290 nach ihrem Umbau freigegeben. Kritik gibt es am Wegfall einer Rechtsabbiegespur und der Ausleuchtung.

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Die Rechtsabbiegespur ist weg, eine Dreckspur zeugt davon, dass Lkws abgekürzt haben.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Monatelang führte die Baustelle am Rande von Niederklein zu langwierigen Umwegen. Mancher Anlieger in Niederklein verzweifelte angesichts weiter Wege, die er eigentlich in Kauf nehmen musste (die OP berichtete).
Seit 24. November ist die grunderneuerte Ampelanlage wieder in Betrieb. Nicht jeder ist glücklich über das Ergebnis. Ein Kritikpunkt: Die Rechtsabbiegespur aus Fahrtrichtung Lehrbach in Richtung Stadtallendorf ist weggefallen. Zugunsten größerer Gehwegflächen.

Kommunikation hat nicht gestimmt

Doch für den ein oder anderen Lastwagen ist es jetzt scheinbar zu eng geworden. Davon zeugten am Dienstag auch tiefe Reifenspuren in den künftigen Grünflächen am Rande der Fahrbahn. Wie alt diese Spuren sind, ist nicht bekannt. Niederkleins Ortsvorsteher Hartmuth Koch hat vor allem in der Bauphase viel erdulden müssen. Als Ansprechpartner vor Ort bekam er den Ärger der Bürger rund um die Umleitungsstrecken als einer der ersten zu spüren. Im Nachhinein, so Kochs Fazit, habe einfach die Kommunikation über die Bauarbeiten und die Verkehrsführung nicht gestimmt.Auf Vorschläge aus Niederklein sei nicht eingegangen worden, beklagt er in Richtung Hessen Mobil wie auch der Ordnungsbehörden.

Doch dieser Ärger ist schon fast wieder vergessen, jetzt, wo die Kreuzung seit einigen Wochen in Betrieb ist. Die fehlende Rechtsabbiegespur Richtung Stadtallendorf hält aber auch der Ortsvorsteher für einen Fehler. „Man hätte uns ruhig fragen können. Wir haben vor Ort sicherlich die meisten Erfahrungen mit dieser Kreuzung“, sagt Koch. Fast noch schwerer wiegt für ihn, dass es in den Abendstunden nun für Fußgänger dunkler auf der Kreuzung zugeht.

Bemerkbar macht sich dabei auch der Effekt der LED-Technik. Die Lampen leuchten weniger Umfeld als die frühere Technik aus. Sie strahlen nur direkt nach unten. Koch wie auch der Ortsbeirat hoffen, dass es in beiden Punkten noch Nachbesserungen gibt. „Ansonsten sind wir mit dem Umbau der Kreuzung aber zufrieden“, sagt er.

Somogyi sieht Verbesserungsbedarf

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) kennt die Begebenheiten vor Ort sehr genau. Er lebt in Niederklein. Und hat sich die Kreuzung in diesen Tagen auch bei Dunkelheit noch einmal genau angeschaut. „Auch ich komme zu dem Eindruck, dass es dort zu dunkel ist und Verbesserungsbedarf besteht“, sagt er. Die Kritik an der weggefallenen Rechtsabbiegespur teilt er hingegen nicht. Er wolle in jedem Fall noch einmal mit Hessen Mobil sprechen, um Verbesserungen zu erreichen. Das soll anlässlich der Bauabnahme passieren. Deren Termin war im Dezember noch einmal verschoben worden.

Hessen-Mobil-Sprecherin Bettina Amedick kann die Kritik am Wegfall der Rechtsabbiegespur nicht nachvollziehen. „Aus unserer Sicht funktioniert die entstandene Schleppkurve“, sagt sie auf Anfrage der OP. Es sei vielleicht noch etwas Gewöhnung an die Veränderung nötig. Dennoch werde Hessen Mobil die Entwicklung der Situation natürlich weiter beobachten.

Hinsichtlich der Ausleuchtung hat die Behörde eine klare Position. Die Straßenbeleuchtung in an dieser Kreuzung sei Sache der Stadt. Seinerzeit seien die Planungen zwischen Hessen Mobil und Stadt abgestimmt worden. Hessen Mobil hatte die Kreuzung saniert, da die Ampel-Technik dort veraltet war. Seit Dezember ist auch die verkehrsabhängige Steuerung der Signalanlagen in Betrieb.

von Michael Rinde

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