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Wahl-Krimi steigt vor der Tatort-Zeit

Bürgermeisterwahl in Rauschenberg Wahl-Krimi steigt vor der Tatort-Zeit

Am 1. April 2013 tritt der neue Rauschenberger Bürgermeister sein Amt an. Wer das sein wird, darüber befinden 3582 Wahlberechtigte in der Stichwahl am morgigen Sonntag.

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Die Wahlvorstände Sabine Rous und Arno Hebeler leeren am 7. Oktober um 18.02 Uhr die Wahlurne im Rauschenberger Wahllokal Grundschule. Am Sonntag folgt der Bürgermeisterwahl zweiter Teil.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Im ersten Wahlgang am 7. Oktober hatten sich der Christdemokrat Michael Emmerich mit 42,5 Prozent der Stimmen und der Grünen-Politiker Michael Vaupel mit 37,3 Prozent der Stimmen für die Stichwahl qualifiziert. Der SPD-Kandidat Markus Heeb scheitere mit 19,4 Prozent der gültigen Stimmen. Der parteiunabhängige Kandidat Anders Arendt spielte mit 0,8 Prozent keine Rolle.

2269 Rauschenberger gingen am 7. Oktober zur Wahl, was einer Wahlbeteiligung von 63,6 Prozent entspricht. Neun Stimmen waren ungültig. 961 Rauschenberger votierten für Michael Emmerich, der alle Stadtteile gewann. 842 Wählerinnen und Wähler entschieden sich für Michael Vaupel, der in der Kernstadt deutlich vorne lag. Emmerich und Vaupel wollen Bürgermeister Manfred Barth (parteilos) im Amt folgen, der nach 18 Jahren als Rathaus-Chef nicht mehr kandidiert. Eine Prognose zum Wahlausgang erscheint unmöglich, da völlig offen ist, in welche Richtung die 439 Wähler von Markus Heeb und die 18 Wähler von Anders Arendt tendieren werden. Sicher erscheint nur eines: Es wird hoch spannend und der Wahlsieger wird am Sonntag erst nach der Auszählung des letzten Stimmbezirks feststehen.

Die Bürgerinnen und Bürger Rauschenbergs können den Wahlkrimi am Sonntagabend rund zwei Stunden vor der Tatort-Zeit in der Rauschenberger Turnhalle unmittelbar miterleben. Dort präsentieren die Stadt und die Oberhessische Presse ab 18 Uhr gemeinsam die einlaufenden Ergebnisse aus den Wahllokalen. Dazu gibt es Stimmen und Stimmungen aus beiden Lagern, Reaktionen zu den Teilergebnissen und zum Endergebnis, die Moderator Till Conrad einfangen wird.

Wahlleiterin bringt das Endergebnis in die Halle

Das Endergebnis wird Rauschenbergs Wahlleiterin Gudrun Thiessen höchstpersönlich in die Halle bringen und dort vorstellen. Am 7. Oktober lag das vorläufige amtliche Endergebnis schon um 18.37 Uhr vor - mit dem Eintreffen der letzten Zahlen aus dem Stadtteil Bracht.

Die Wahlleiterin möchte für diese Uhrzeit für die Stichwahl am Sonntag nicht garantieren. „Genauigkeit geht vor Schnelligkeit - das gebe ich den Wahlvorständen immer mit auf den Weg. Und dann kann an den Wahlabenden immer noch etwas Unvorhergesehenes passieren“, spricht Gudrun Thiessen aus ihrer Erfahrung.

Die Wahllokale sind am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. Wer am Wahlsonntag aus gesundheitlichen Gründen nicht in sein Wahllokal gehen kann, hat die Möglichkeit, noch kurzfristig Briefwahl zu beantragen. Dazu richtet die Stadtverwaltung einen Notdienst ein. Gegen Vorlage einer Vollmacht des Erkrankten können dessen Angehörige am Samstag von 10 bis 12 Uhr und am Sonntag bis 15 Uhr Briefwahlunterlagen im Rathaus abholen.

Bis zum Freitagmittag hatten bereits 257 Rauschenberger Briefwahl beantragt. Diese Zahl liegt geringfügig unter dem Wert vom 7. Oktober.

von Matthias Mayer

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