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Bürgermeister sieht Rot

Rauschenberg Bürgermeister sieht Rot

Wenn ein Prüfbericht für einen fünf Jahre alten Jahresabschluss im Zentrum einer Tagesordnung steht, spricht dies für einen langweiligen Abend. Am Mittwochabend aber nahm eine solche Sitzung einen überraschenden Verlauf.

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Rauschenbergs Bürgermeister Manfred Barth will sich schriftlich beim Landrat über die Kreis-Revisoren beschweren.

Quelle: Mayer

Rauschenberg. Der Rauschenberger Haupt- und Finanzausschuss war zu seiner ersten Arbeitssitzung unter seinem neuen Vorsitzenden Stefan Seibert (Bündnis 90/ Die Grünen) im Sitzungssaal des Rathauses zusammengekommen, um sich mit dem Rechnungsbericht der Revision des Landkreises zum Jahresabschluss des Rauschenberger Haushaltes 2006 zu befassen.

Allein das sperrige Thema löst bei Beobachtern der parlamentarischen Arbeit einen Gähnreflex aus. Wer interessiert sich für einen Haushalt, der seit fünf Jahren Geschichte ist? So war neben den Parlamentariern nur die Stammzuhörerin ins Rathaus geeilt. Und das sollte sie nicht bereuen.

So wurde sie Augen- und Ohrenzeugin einer Wutrede, die Manfred Barth (parteilos) als Kämmerer und Bürgermeister Rauschenbergs, zu diesem Tagesordnungspunkt hielt. Zielscheibe: Die Revisoren des Landkreises. Diese hatten in ihrem Prüfbericht der Stadt ein uneingeschränktes Testat verweigert. „Das wird nicht so stehen bleiben, aber diesen Kampf führe ich alleine“, kündigte Barth eine massive schriftliche Beschwerde beim Landkreis an.

Die Revisoren hatten ihr nur eingeschränktes Testat damit begründet, dass „die Stadt Rauschenberg keine Pflichtrückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten im Rahmen des Finanzausgleichs“ gebildet hat. Dazu sei Rauschenberg weder verpflichtet noch sei es haushalterisch sinnvoll, die städtische Bilanz mit zusätzlichen 1,72 Millionen Euro für eine Risikorückstellung zu belasten, die nie benötigt werde, sagte Barth.

von Matthias Mayer

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