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Bürgermeister macht seinem Ärger Luft

Amöneburg Bürgermeister macht seinem Ärger Luft

Im Gespräch mit der OP hatte Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg vergangene Woche vorgelegt, während der Stadtverordnetenversammlung setzte er nun noch einen drauf.

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Vertrag ist „endverhandelt“

Michael Richter-Plettenberg warf den Stadtverordneten vor, die Zusammenarbeit mit ihm zu verweigern. Archivfoto

Amöneburg. „Sollten die Stadtverordneten die Vorlage (...) ablehnen, würde das die Unwilligkeit zeigen, (...) die Kommune zu gestalten“, hatte Michael Richter-Plettenberg vergangene Woche im Gespräch mit der OP über ein alternatives Finanzierungskonzept gesagt. Am Montagabend stimmte die Mehrheit mit „nein“ (siehe untenstehender Bericht) – und veranlasste den Bürgermeister dazu, am Ende der Versammlung seine Worte an die Stadtverordneten zu richten.

Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Rhiel fragte noch, ob Richter-Plettenberg nicht noch einmal „darüber schlafen“ wolle, doch dieser ließ sich nicht abhalten und kritisierte, „nicht unerhebliche Teile dieses Hauses verweigern die Zusammenarbeit mit mir nachhaltig und konsequent – zum Schaden der Stadt Amöneburg und ihrer Bürgerschaft.“ Er ging sogar noch weiter: „Teile dieses Hauses sollten einmal in sich gehen und sich die Frage stellen, wie sieht es eigentlich aus mit ihrer Leistungsbereitschaft und ihrem politischen Gestaltungswillen?“ Er kämpfe dagegen, dass die Stadt sich allzu oft selbst im Wege stehe und so hinter ihren Möglichkeiten bleibe. „Einige Stadtverordnete stehen in diesen schwierigen Zeiten immer auf der Bremse. Sie sollten aber lieber so viel Gas geben, wie trotz knapper Kassen möglich ist“, erklärte er im Gespräch mit der OP und forderte von der CDU, offener für Diskussionen zu sein.

Am Montag war die AWG indes die einzige Fraktion, aus der keine Nein-Stimme zum Finanzierungskonzept kam.„Der Bürgermeister ist schlecht kritikfähig und nimmt vieles zu persönlich. Das muss er ablegen“, kommentiert AWG-Vorsitzender Peter Greib und ergänzt: „In einer Demokratie ist es eben so: Wenn die Stadtverordneten eine Idee nicht unterstützen, muss der Bürgermeister sehen, wie es weitergeht. Das muss er wegstecken. Die Arbeitswelt ist gnadenlos.“

von Florian Lerchbacher

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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