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Ostkreis Bürgermeister entfernt Eulen-Verbotsschild und lacht
Landkreis Ostkreis Bürgermeister entfernt Eulen-Verbotsschild und lacht
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15:38 19.06.2012
Eulen verboten? Amöneburgs Bürgermeister konnte über dieses Schild lachen, der Vogelschutzbeauftragte nicht.Foto: Lerchbacher
Amöneburg

Während in Marburg die Staatsanwaltschaft einen Entschluss gefasst hat, kommen vom Berg diverse Unmutsbekundungen - und das von verschiedenen Stellen.

Rund sechs Monate ist es inzwischen her, dass Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg seinen städtischen Mitarbeitern den Auftrag erteilte, mehrere Scheinzypressen auf dem Amöneburger Friedhof zu fällen. Während er davon spricht, aufgrund der mangelhaften Standfestigkeit der Bäume aus Sicherheitsgründen gehandelt zu haben, protestieren Tier- und Vogelschützer: Der Bonner Verein „Komitee gegen Vogelmord“ erstattete Strafanzeige wegen des Verdachtes auf Verstoß gegen Paragraf 44 des Bundesnaturschutzgesetzes. Die Mitglieder kritisieren, das Fällen sei gleichbedeutend mit der Zerstörung der Ruhestätten einer wild lebenden Tierart: Viele Jahre hatten Waldohreulen Unterschlupf in den Scheinzypressen gesucht.

Staatsanwaltschaft gibt Gutachten in Auftrag

Laut Stadt und ihrem Gutachten war das in den vergangenen Jahren nicht mehr der Fall. Tierschützer sehen dies anders. Die Auffassungen sind also verschieden. Nun ist es aufgrund der Anzeige an der Staatsanwaltschaft zu entscheiden, ob der Fall zur Anklage kommt oder nicht. Nach fast einem halben Jahr steht zumindest fest: „Es wird ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, da die mit dem Beschuldigten und der Verteidigung geführten Gespräche nicht zu einer Klärung der Fragen geführt hat. Das Gutachten soll Fragen beantworten, deren Beantwortung erforderlich ist, um in den offenen Rechtsfragen eine Entscheidung treffen zu können“, erklärt Annemarie Wied, die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft. Richter-Plettenberg hat dafür kein Verständnis, kritisiert das Vorgehen der Staatsanwaltschaft und berichtet: „Ich sollte beweisen, dass unser Gutachter qualifiziert war, ein Gutachten zu erstellen. Was soll das?“

Gleichzeitig muss er sich mit der Kritik von Robert Cimiotti auseinandersetzen: Amöneburgs Vogelschutzbeauftragter hatte an einem städtischen Auto ein Schild mit einer durchgestrichenen Eule entdeckt. „Soll eine erneute Kampagne gegen die Natur gestartet werden oder ist es nur ein schlechter Witz einiger Angestellter?“, fragt er und befürchtet, bald könnten auch Vogelfreunde und -beobachter von Amöneburg mit Verbotsschildern ferngehalten werden.

Auf Nachfrage dieser Zeitung entfernte der Bürgermeister das Schild umgehend, konnte sich aber ein Lachen nicht verkneifen: „Das ist ein Scherz. Ich finde die Kritik etwas humorlos.“ Er werde dem Mitarbeiter sagen, dass sein Handeln nicht in Ordnung gewesen sei - mehr aber auch nicht. Die Aussagen Cimiottis kommentiert er nur kurz: „Man sollte nicht alles persönlich nehmen.“

von Florian Lerchbacher

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