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Bürgerinitiative beharrt auf Verbannung der Schulbusse

Verkehrsberuhigung Bürgerinitiative beharrt auf Verbannung der Schulbusse

Die Amöneburger „Bürgerinitiative (BI) zur Verkehrsberuhigung der Altstadtstraßen“ suchte die Diskussion mit Vertretern der Stadtparlamentsfraktionen.

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Derzeit läuft der Ausbau der Kolpingstraße in der Amöneburger Kernstadt.

Quelle: Alfons Wieber

Amöneburg. Bis auf Stefan Heck (CDU) waren mit Diethelm Reinmüller (SPD), Rudolf Rhiel (FWG) und Peter Greib (AWG) auch die entsprechenden Verantwortlichen gekommen. Den Ortsbeirat vertraten Herbert Fischer und Freddy Greib.

Die Bürgerinitiative wollte mit dieser Info-Veranstaltung bei den politischen Gremien um Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme werben. Seit vielen Jahren müssen die Anwohner von Ritterstraße, Karlsstraße, Kolpingstraße und Lindauer Tor ein übermächtiges Verkehrsaufkommen erdulden. Es resultiert aus dem Buszubringerverkehr, mit welchen die Stiftsschüler zur Bushaltestelle in der Ritterstraße transportiert werden.

Täglich quälten sich nach Angaben von Peter Maus, Sprecher der Bürgerinitiative, rund 40 bis 50 Busse und etwa 150 bis 200 Pkw von Lehrern, Oberstufenschülern und Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, im Ringverkehr durch die engen Straßen. Dazu kommen der normale Linien- und Touristikverkehr zu den Sehenswürdigkeiten der Amöneburg. „Es ist unerträglich, was den Anwohnern zugemutet wird. Neben dem Verkehr belasten uns auch noch Lärm und Gestank der ständig unmittelbar vor den Häusern laufenden Busmotoren“, beschwerte sich Peter Maus im Namen der Bürgerinitiative.

Die Straße Lindauer Tor ist bereits bis auf die letzte Teerdecke fertig. Momentan wird die Kolpingstraße ausgebaut. Nun befürchten die Anwohner, dass sich die Verkehrssituation nach dem Ausbau nicht verbessert sondern weiter verschlechtert, weil die Fahrzeuge dann schneller fahren können. Aus diesem Grund will die BI erreichen, dass zumindest der Schulbusverkehr auf Dauer ganz aus der Innenstadt verbannt wird. Derzeit müssen die Stiftsschüler von der provisorischen Haltestelle am Gollgarten einen rund 7 bis 10 Minuten dauernden Fußweg zur Schule in Kauf nehmen. „Der Schulweg, den die Grundschüler täglich vom Berg zu ihrer Schule auf sich nehmen müssen, dauert länger. Davon spricht keiner“, ärgerte sich Renate Contu von der BI. Außerdem sollen die Anwohner, gemäß der bestehenden Satzung mit 50 Prozent an den Baukosten beteiligt werden. Sie wollen aber nur 25 Prozent bezahlen und berufen sich dabei auf die Abrechnung des Ausbaues der Kirchstraße in Roßdorf (die OP berichtete).

Auf Grund des erhöhten Schwerverkehraufkommens soll darüber hinaus der Straßenunterbau verstärkt werden. Dies verursacht Mehrkosten in Höhe von 30.000 Euro, die ebenfalls von den Anliegern mitgetragen werden sollen. „Dafür können wir doch gar nichts. Es kann nicht sein, dass wir uns daran beteiligen sollen“, betonte Peter Maus. Die anwesenden Fraktionsvorsitzenden versprachen in ihren Fraktionen über die Forderungen der Anlieger sprechen zu wollen, um entsprechende Anträge zur Beratung bei den Stadtverordnetenversammlungen einzubringen. Rudolf Rhiel (FWG) sah allerdings kaum Chancen für Mehrheiten im Stadtparlament.

von Alfons Wieber

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