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Bürgerhaus-Restaurant wird Treffpunkt

Magistrat Bürgerhaus-Restaurant wird Treffpunkt

Die Tage eines gemütlichen Essens im Bürgerhaus in Kirchhain sind gezählt. Der Magistrat hat beschlossen, die Gaststätte nicht mehr zu verpachten.

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Die Rollos der Gaststätte im Bürgerhaus sind seit Juli geschlossen. Die Stadt findet keinen neuen Pächter. Nun sollen der Seniorenrat und die Jugendförderung die Räume bekommen.

Quelle: Hirsch

Kirchhain. Nachdem im Juni der Pachtvertrag mit dem bisherigen Betreiber der Gaststätte im Kirchhainer Bürgerhaus aufgelöst wurde, suchte die Stadt händeringend nach einem neuen Pächter. Mehrere Anzeigen in Zeitungen und dem Internet brachten keinen Erfolg. Nun hat der Magistrat beschlossen, die Gaststätte nicht weiter zu verpachten.

Nach Angaben von Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner liegen die Gründe für diese Entscheidung zum einen darin, dass trotz mehrfacher Versuche kein Pächter mehr gefunden wurde und zum anderen, weil der Seniorenrat Räume für ein Projekt benötigt. Der Seniorenbeirat möchte in Kooperation mit der Jugendförderung der Stadt in der Gaststätte des Bürgerhaus ein Hilfenetzwerk für Jung und Alt etablieren. Seniorenbeirat und Jugendförderung wollen gemeinsam dazu beitragen, dass Kirchhain zu einer familienfreundlichen Kommune wird. Mit dem Leitziel der Integration sollen generationsübergreifende Projekte entwickelt werden, die ein Miteinander von Alt und Jung fördern.

Beispiele für dieses Hilfsnetzwerkes zwischen Jung und Alt sind der Aufbau eines Internet-Cafés, bei dem ältere Menschen aufgrund ihres Erfahrungschatzes Jugendlichen beim Anfertigen von Bewerbungsschreiben für Ausbildungsplätze und Praktikumsstellen zur Seite stehen. Im Gegenzug sollen Jugendliche den Älteren Wissen beim Zugang zum Internet vermitteln. In Zusammenarbeit mit Schulen sollen berufserfahrene Personen Jugendliche in einem Bewerbungstraining fördern und sie beim Übergang von Schule in den Beruf begleiten. Auch Lesehilfen für Grundschulkinder und Vermittlung von Hilfsdiensten für ältere Menschen sieht das Konzept vor. Dieses Projekt wird von der Freiwilligenagentur des Landkreises Marburg-Biedenkopf unterstützt.

von Tobias Hirsch

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