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Ostkreis Bürger bekommen Infos im Pool
Landkreis Ostkreis Bürger bekommen Infos im Pool
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19:13 11.11.2011
Im Hallenbad gibt es immer wieder besondere Veranstaltungen. Zuletzt kam die Halloween-Party bei den jungen Badegästen sehr gut an. Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Nur eines ist bisher sicher: Beim Sport- und Freizeitbad in der Stadtmitte besteht nach knapp 40 Jahren Betrieb grundlegender Handungsbedarf. Doch die Frage, ob es dabei auf Sanierung oder Neubau hinausläuft, ist nach wie vor unbeantwortet. Beim Aktionstag Hallenbad am Sonntag in einer Woche wollen Stadtwerke und Stadt über beide Varianten informieren und ein Meinungsbild aus der Bürgerschaft gewinnen.

Das Meinungsbild soll in die weitere Entscheidungsfindung einfließen. In Form von Diskussionsforen und „Streitgesprächen“ sollen beide Varianten vorgestellt werden. Die Moderation übernimmt der mit der Stadtallendorfer Situation bestens vertraute Markus Hirth. Er ist Projektleiter des Programms Soziale Stadt und hat vergleichbare Veranstaltungen bereits in Stadtallendorf gestaltet.

Die Stadtwerke haben eine Machbarkeitsstudie für beide Varianten erstellen lassen. Deren Erstellerin wird ebenfalls bei den „Diskussionen im Info-Pool“ dabei sein und Ergebnisse vorstellen. Als Standort für einen Neubau wurde dabei das Gelände am Freibad untersucht.

Bei der Betrachtung einer Sanierung hat die Expertin mehrere mögliche Module untersucht, beispielsweise mit Einbau einer Sauna. Kernziel ist dabei die energetische Sanierung. „Sie muss in jedem Falle die künftige Einhaltung der Energie-Einsparverordnung zum Ziel haben“, erläutert Giselher Pontow, Betriebsleiter der Stadtwerke, die Grundlage. Denkbar ist für Pontow eine abschnittsweise Sanierung, wobei er in diesem Falle eine Aufteilung in zwei Abschnitte favorisiert.

Zentral ist für den Betriebsleiter, dass das Bad seinen Grundcharakter nicht verlieren darf. „Es ist ein Sport- und Freizeitbad, das auch für die Schulen sehr wichtig ist. Und das soll es auch bleiben“, betont Pontow. Kostenschätzungen gehen davon aus, dass eine Sanierung zwischen 5 und 8 Millionen Euro kosten dürfte, je nachdem für welche Module sich die Stadt am Ende entscheiden sollte. Dieses Geld wird aus dem Haushalt der Stadt kommen müssen, nicht aus dem Etat der Stadtwerke.

Der Aktionstag soll zugleich auch eine Gelegenheit für Besucher bieten, das jetzige Bad und seine Technik kennenzulernen. Der „Info-Pool“, sprich die Diskussionsrunden, wird dabei in das Kinderbecken verlegt. Damit das geplante Programm möglich ist, wird das Hallenbad am Samstag, 19. November, ab 12 Uhr für den Badebetrieb geschlossen. Das gilt natürlich auch für den Aktionstag. Am Montag, 21. November, ist das Bad ab 17 Uhr für den Vereinssport geöffnet.

von Michael Rinde

Mehr lesen Sie am Samstag in der gedruckten OP.