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Bremsschuh löst Unglück aus

Entgleiste Güterwaggons Bremsschuh löst Unglück aus

Nach dem Zugunfall vom 4. Mai rollen die Güter­züge auf der Ohmtalbahn von Kirchhain in Richtung Nieder-Ofleiden und in die Gegenrichtung ­wieder. Die Ursache für das Entgleisen von 4 Waggons war ein Bremsschuh auf einer Weiche. Der Schaden liegt laut Bundespolizei bei mindestens 300.000 Euro.

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Bei dem Zugunfall entgleisten vier Waggons, einer kippte auf die Seite.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. 4 von 23 Güterwaggons sprangen am 4. Mai kurz vor dem Bahnübergang Niederrheinische Straße aus den Gleisen, ein Waggon kippte fast um (die OP berichtete). Inzwischen rollen augenscheinlich wieder Züge über die Strecke. Seit wann genau die umfangreichen Reparaturen beendet sind, ist nicht bekannt. Die Antwort auf eine Nachfrage der OP bei der Bahn lag am Mittwoch noch nicht vor. Klar ist aber zumindest aus Sicht der Bundespolizei, was zu dem Zugunfall am 4. Mai geführt hat.

Klaus Arendt, Sprecher der Bundespolizei in Kassel, bestätigte Informationen dieser Zeitung, dass ein sogenannter Hemm- oder Bremsschuh aus Metall in einer Weiche gelegen hat. Diese Weiche leitet Güterzüge von der Main-Weser-Bahn auf die rund 12 Kilometer lange Strecke Richtung Nieder-Ofleiden.

"Mindestens 300.000 Euro Schaden"

Beim Überfahren dieses Bremsschuhs sind die vier Waggons letztlich aus den Schienen gesprungen. Doch wie kam dieser Gegenstand an diese Stelle? „Dazu laufen derzeit weitere Ermittlungen“, erklärt Arendt. Derartige Bremsschuhe werden beim Rangieren von Waggons eingesetzt, um sie abzustoppen und ihr Weiterrollen zu verhindern. Sie befinden sich teilweise auch in eigenen Halterungen an Waggons, wie die Bundespolizei bestätigt. Ob sich ein solcher Schuh möglicherweise aus einer Halterung gelöst hat, ist nicht klar. Sprecher Arendt wollte darüber nicht spekulieren.

Foto: Bundespolizei

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Inzwischen zeichnet sich aber für die Bundespolizei eine Schadenshöhe ab. Nach dem Zugunfall war zunächst nur vorsichtig von einem sechsstelligen Betrag die Rede gewesen. „Wir gehen inzwischen davon aus, dass der Schaden bei mindestens 300.000 Euro liegt, voraussichtlich sogar noch höher“, so der Sprecher.

von Michael Rinde

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