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Ostkreis Brand wütet im Dachgeschoss
Landkreis Ostkreis Brand wütet im Dachgeschoss
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19:34 06.04.2017
Ein Feuerwehrmann steht in einem ausgebrannten Teil des Dachgeschosses, während ein weiterer nach Glutnestern sucht. Der Brand war in einem Wohnhaus in der Straße Auf dem Eichhänzchen ausgebrochen. Fotos: Nadine Weigel/Ebrahim Namo Quelle: Nadine Weigel
Kirchhain

Eine schwarze Rauchsäule über dem Kirchhainer Wohngebiet nahe der Röthe ließ Schlimmes erahnen. „Als wir am Einsatzort eintrafen, schlugen uns die Flammen aus den Dachfenstern entgegen“, schilderte Kirchhains Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker seine ersten Eindrücke. Das Feuer war in einem Wohnhaus in der Straße Auf dem Eichhänzchen ausgebrochen.

Der schnelle und professionelle Einsatz der Kirchhainer Feuerwehr hat möglicherweise noch Schlimmeres abgewendet. So verhinderten Feuerwehrleute, die durch den Eingang in das Gebäude eindrangen, dass sich die Flammen im Inneren weiter ausbreiteten. Der Brand ließ sich auf den Dachstuhl begrenzen. Nach einer Viertelstunde seien die Flammen unter Kontrolle gewesen, berichtete Bonacker der OP. „Es ging um Minuten, sonst wäre der Schaden noch größer ausgefallen“, sagte ein erleichterter Einsatzleiter.

Um 16.22 Uhr hatte die Leitstelle nach einem Anruf von Nachbarn den Alarm ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt habe sich kein Bewohner im Gebäude befunden, so die Kirchhainer Feuerwehr. Neben der kompletten Kernstadt-Wehr rückten auch die Löscheinheiten aus Niederwald, Anzefahr, Langenstein und Stausebach an. Rund 50 Feuerwehrleute waren zeitweise vor Ort. Diese Einsatzstärke ist unter anderem nötig, um genügend Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten vor Ort zu haben. „Wir wissen außerdem bei einer Alarmierung nicht, was uns genau vor Ort erwartet“, sagte Bonacker.

In Kirchhain ist am Donnerstag gegen 16.30 Uhr ein Feuer in einem Einfamilienhaus ausgebrochen.

Es waren langwierige Nachlöscharbeiten nötig, Feuerwehrleute mussten dabei Teile des Daches abnehmen, um an alle mit der Wärmebildkamera gefundenen Glutnester zu gelangen. Wie hoch der Schaden genau ausfällt, ließ sich gestern Nachmittag noch nicht beziffern. Bonacker sprach von einem hohen fünfstelligen Betrag, allein aufgrund der Schäden am zerstörten Dachstuhl und durch das massiv nötige Löschwasser.

Vorläufig ist das Einfamilienhaus wohl nicht bewohnbar. Die Bewohner wurden vor Ort von Einsatzkräften und Nachbarn betreut. Vorsichtshalber stellte der Energieversorger aufgrund der Schäden an der Elektrik des Hauses im Gebäude den Strom komplett ab.

Zur Ursache des Feuers lagen noch keine Informationen vor. Brandermittler der Kriminalpolizei Marburg nahmen noch am Nachmittag ihre Arbeit auf.

von Michael Rinde

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