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Ostkreis Bistum übernimmt Kosten für Bürgersteige
Landkreis Ostkreis Bistum übernimmt Kosten für Bürgersteige
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20:30 12.03.2010
Die Sanierung der Altstadtstraßen – ob sie umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Quelle: OP

Amöneburg. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sprach Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg am Donnerstagabend mit den Anliegern der Altstadtstraßen. Als „schön“ bezeichnete er den Verlauf des Abends, die anderen Gäste waren allerdings geteilter Meinung: „Der Abend war umsonst. Wir müssen doch mit unserem Geld rechnen und wissen, was wir aufbringen müssen“, kommentierte eine Anwohnerin und kritisierte, dass die Stadt noch nicht sagen konnte, was für Kosten auf den Einzelnen zukommen. Richter-Plettenberg begründete dies mit juristischen Feinheiten, die noch geklärt werden müssten.

Insgesamt sind 490.000 Euro vorgesehen – 444.000 Euro für die Straßen, 30.000 für den verstärkten Unterbau, um die Last der Busse tragen zu können, sowie 16.000 Euro für die Bürgersteige, die laut Bürgermeister notwendig sind, um Fördermittel vom Land zu erhalten. Diese 16.000 übernimmt das Bistum in Fulda „als Zeichen des guten Willens“, wie Stiftsschulleiter Hans-Georg Lang betont. „Wir wollen die Akzeptanz für den Verkehr und die Schule bei den Anwohnern erhöhen“, sagt er, wohlwissend, dass die rund 40 Busse, die täglich die Schule anfahren, eine große Schuld am Verschleiß der Straßen haben. Entsprechend schnell hatte das Bistum mitgeteilt, dass es die zusätzlichen Kosten übernehme. Offen blieb, wie mit Sanierungsarbeiten nach einem eventuellen Ausbau umgegangen wird:

„Der Zusatzverkehr sorgt für eine viel schnellere Abnutzung“, monierte eine Anwohnerin, die in Zukunft für diese Kosten nicht aufkommen möchte. Der Bürgermeister habe ihr zugesagt, dies zu prüfen, berichtete sie. „Ich bin weiterhin gegen den Ausbau, egal ob mit Bürgersteigen oder ohne“, sagte ein Anwohner. Eine Frau indes kommentierte, die neue Regelung sei okay: „Für mich war das Wichtigste, dass die Einbahnstraßenregelung nicht umgesetzt wird.“ An den Bordsteinen soll jedoch festgehalten werden – geplant wird inzwischen mit niedrigen, abgerundeten Bordsteinen oder einer Wasserrinne, die sozusagen nur als optische Abgrenzung zwischen Fußgängerweg und Straße dienen soll. Nur an eine Bushalte in der Ritterstraße kommt ein hoher Bordstein – dort werde er aber nicht für Verkehrsbehinderungen sorgen, so Richter-Plettenberg.

von Florian Lerchbacher

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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