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Biomasse stößt im Landkreis an ihre Grenzen

Kapazitätsgrenze erreicht Biomasse stößt im Landkreis an ihre Grenzen

Erneuerbare Energien boomen nicht erst seit dem Ausstieg aus der Atomenergie. Der Energieträger Biomasse hat im Landkreis offenbar seine natürliche Kapazitätsgrenze bereits erreicht.

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Wildblumenmischungen verschönern in Kirchhain das Straßenbild – hier auf einer Verkehrsinsel im Steinweg. Ähnlich könnten künftig Energiepflanzen-Felder in der Region Kirchhain aussehen.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Das lässt sich aus dem Städtebaulichen Vertrag ablesen, den die Stadt Kirchhain und die E.on Mitte AG im Zuge des Genehmigungsverfahrens für eine von E.on im Stadtteil Stausebach geplante Biogasanlage geschlossen haben.

Der Vertrag weist fünf Anbaugebiete aus, die den Hunger der jährlich 15 000 Tonnen Silage-Mais verschlingenden Stausebacher Reaktoren stillen sollen. Ein Anbaugebiet liegt im Raum Gladenbach – rund 40 Kilometer von Stausebach entfernt.

Ein weiteres findet sich tief im Vogelsberg in Gemünden/Felda. In beiden Fällen wird die Entfernungsgrenze von 15 Kilometern, die bislang für die Anlieferung von Energiepflanzen als wirtschaftlich galt, deutlich überschritten.

Vor diesem Hintergrund erscheint es unwahrscheinlich, dass es neben den geplanten Biogasanlagen – unter anderem in Großseelheim, Emsdorf und Schwabendorf – im Kreis weitere Biomasse-Anlagen geben wird.

Der Marburger Physiker Professor Hans Ackermann hatte zuletzt bei einem Workshop des Kreises auf die Endlichkeit dieses Energieträgers hingewiesen. Holzhackschnitzel und Biomasse könnten zusammen maximal 10 Prozent des Energiebedarfs decken. Der Landkreis will mit Hilfe „grüner Energie“ bis 2040 energieautark sein.

von Matthias Mayer

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