Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Betonwürfel drosselt Wasser
Landkreis Ostkreis Betonwürfel drosselt Wasser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 11.07.2012
Ein großer Kran setzte das Auslaufbauwerk im Lohpfad in die Baugrube. Foto: Stadtwerke
Stadtallendorf

Ein 50 Tonnen schwerer Betonwürfel ist vor wenigen Tagen in eine tiefe Baugrube am Lohpfad gesetzt worden. Der Betonwürfel ist ein entscheidendes Stück des neuen Stauraumkanals, den die Stadtwerke verlegen: Er ist eine riesige Drossel, ein Auslaufbauwerk. Ist der Staukanal bei Starkregen vollgelaufen, gibt das Auslaufbauwerk das Wasser langsam an den darunter liegenden Kanal im unteren Teil des Lohpfades ab.

Der Einsatz eines Staukanals und einer solchen „mechanischen Drossel“ ist ein Novum in Stadtallendorf. Am Lohpfad standen die Stadtwerke bei der Planung vor einer besonderen Herausforderung. In der Vergangenheit rauschte Wasser bei Unwettern beinahe ungebremst ins Tal - und bis in die Stadtmitte hinein. Das soll der Staukanal, der beinahe ebenerdig vor der starken Gefällstrecke der Straße liegt, künftig verhindern. Dabei werden die Kanalrohre mit 2,20 Metern Durchmesser besonders tief in der Erde versenkt. „Das wird verhindern, dass es bei Füllung des Kanals zu Rückstaus kommt“, erläutert Lora Bär von den Stadtwerken Stadtallendorf. Der 150 Meter lange Staukanal fasst bis zu 475 Kubikmeter Wasser. In den nächsten Tagen werden Zug um Zug die großen Betonrohre für den Staukanal angeliefert. Sie sind drei Meter lang. Bei der Berechnung des nötigen Fassungsvermögens orientierten sich die Stadtwerke an den Regenmengen eines Unwetters, wie es statistisch nur alle 50 Jahre vorkommen sollte.

Bisher laufen die Arbeiten an der Großbaustelle Lohpfad weitgehend planmäßig. Bei der Anlieferung des Auslaufbauwerkes gab es etwa 14 Tage Verzögerung.

Der Grund: Der Schwertransport musste eine andere Route nach Stadtallendorf nehmen als zunächst geplant und genehmigt. Grund war eine Brückensanierung. Das Bauunternehmen plante kurzfristig um und zog andere Arbeiten vor. „Außerdem waren die Bodenverhältnisse, die wir angetroffen haben, sehr schwierig“, sagt Bär. So wechseln sich Fels- mit Lehmschichten ab, was die Bodenarbeiten problematischer macht. Dennoch rechnen die Stadtwerke damit, dass alle Arbeiten bis zum Jahresende erledigt sein werden.

Für die Stadtwerke sind die Arbeiten am Lohpfad ein Großprojekt. Zum Staukanal kommen noch weitere 240 Meter Kanalleitungen verschiedener Durchmesser. Außerdem werden ingesamt 400 Meter neue Wasserleitungen verlegt. Das kostet die Stadtwerke 784000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Straßenbau.

Ostkreis "Zaubergras" könnte Mais ersetzen - Energiewunder aus Ungarn

Ein ungarisches Gras wächst auf einer fünf Hektar großen Fläche bei Erksdorf. Für den Betrieb von Biogasanlagen könnte das Szarvasigras eine Alternative zum Mais werden.

14.07.2012

Die Krabbelstube "Sonnenkinder" hatte drei Gründe, ein Fest zu feiern: Ihr Sommerfest stand an, sie verabschiedete die "Großen" in die Grundschule, und sie weihte ein Klettergerüst ein.

11.07.2012

Nach zwischenzeitlichen Unstimmigkeiten machen die Erfurtshäuser nun große Schritte auf dem Weg in Richtung Bioenergiedorf.

11.07.2012