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Besucher entwickeln Geschichte

Impro-Krimi Besucher entwickeln Geschichte

Traditionell beendet der Brücker Verein den Reigen seiner kulturellen 
Angebote in der Brücker Mühle mit einem Theaterstück. In diesem Jahr trat das „fast forward theatre“ aus Marburg auf.

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Der Mönch (Andreas Benkwitz) stirbt, vergiftet von der Müllerstochter (Dominique Ronshausen), in den Armen des Finanzbeamten (Martin Esters, rechts).

Quelle: Kai Erdel

Amöneburg. Die zahlreichen Besucher – das Stück war bereits kurz nach der Vorankündigung ausverkauft – kamen durch knirschenden Schnee bei zweistelligen Minusgraden über die mit Fackeln beleuchtete Brücke und den mit einem Feuer erleuchteten Vorhof in den Verkaufsraum der Mühle. Dort wurden sie mit Punsch, Glühwein und heißer Gemüsesuppe erst einmal aufgewärmt, bevor die Vorstellung im durch einen Specksteinofen gemütlich aufgewärmten Pumpenhaus begann. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Theatervorstellung mussten die Besucher am Samstagabend vor dem Beginn der Vorstellung kreativ werden.

Auf dem Programm stand mit dem Titel „Das Geheimnis der Mühle“ ein Improvisations-Krimi. Die Vorgaben, was das Ensemble in der Brücker Mühle spielen sollte, machte das Publikum. So entwickelte sich durch die Vorgaben der Besucher eine absurde Geschichte um eine Mühle, in welcher der Müller, seine Tochter, ein Troll und sogar eine Privatermittlerin, die eigentlich den Fall lösen sollte, diverse Leichen im Keller versteckten. Durch die lange verschollene Zwillingsschwester der Müllerstochter und zwei unerschrockene Finanzbeamte kamen die diversen Leichen und die damit zusammenhängenden Verbrechen ans Tageslicht.

Den durchweg glänzend aufgelegten Darstellern Antje Kessler, Dominique Ronshausen, Andreas Benkwitz und Martin Esters gelang es, das Publikum zwei Stunden lang hervorragend zu unterhalten. Zahlreiche Lacher und immer wieder auftretender Szenenapplaus zeigten deutlich, welchen Spaß das Publikum an dem Stück hatte.

von Kai Erdel

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Montagsausgabe der OP.

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