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Besser geschützt in der virtuellen Welt

Safer Internet Day Besser geschützt in der virtuellen Welt

Während des weltweiten „Safer Internet Day“ (SID) surften und chatteten auch einige Jugendliche aus dem Landkreis miteinander.

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Im Internet sollten gerade Jugendliche ihre Intimsphäre schützen und sich nicht jedem zu erkennen geben. Als Symbol dafür halten sich Renée Alicia Eisenach (von links), Heike Schmidt und Sira-Marie Köppele während des Safer Internet Day eine selbstgebastelte Schutzbrille vor die Augen.

Quelle: Björn Wisker

Kirchhain. In Breidenbach, Gladenbach, Kirchhain, Wetter und Biedenkopf galt es am Dienstag für mehrere Dutzend Teenager, die von der Zentrale in Marburg gestellten Aufgaben zu lösen und sich mit anderen Altersgenossen im Chatroom auszutauschen.

„Mit einem Drehbuch aus Action und Witz sprechen wir die Probleme und Gefahren des Internets an“, erläutert Organisatorin Angela Schmidt von der Kreisjugendförderung. Es gehe darum, den jungen Teilnehmern klarzumachen, dass ihr Tun in der virtuellen Welt Auswirkungen auf ihr eigenes, reales Leben habe und durch Unachtsamkeit oder Naivität viel Schaden entstehen könne.

Wer Bilder von sich oder den Freunden online stelle, müsse wissen, dass jeder darauf Zugriff habe und die Motive manipulieren könne. „Vor allem in einigen Communities müssen die Jugendlichen darauf achten, ihre Privatsphäre-Einstellungen einzuschalten“, rät Inga Fielenbach von der Beratungsstelle Pro-Familia.

Vor allem in Chatrooms seien junge Menschen gefährdet. „Im Schutze der Virtualität lügt es sich leicht“, sagt Fielenbach. Fiktive Namen, die falsche Versprechungen oder unwahre Botschaften enthielten, seien die Regel. „Deshalb provozieren wir Erwachsenen während des SID unter verführerischen Nicknames die Kids und schauen, wie sie im Chat reagieren“, erklärt Fielenbach.

Sobald jemand auf subtile Angebote oder Anmachen positiv reagiere, springe ein Moderator ein, der die Situation aufkläre und den Jugendlichen auf das falsche Verhalten und das damit verbundene Risiko hinweise.
„Vor dem PC fühlt man sich sicher, als sei eine Mauer um einen herum gebaut. Aber im echten Leben ist die trügerische Sicherheit schnell vorbei“, schildert Jutta Laucht von der Polizeidirektion Mittelhessen. Kostenfallen, Sexualaufklärung und Mobbing sind während des SID-Chats ebenfalls Thema.

von Björn Wisker

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