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Ostkreis Besondere Motivation durch Fünferpack
Landkreis Ostkreis Besondere Motivation durch Fünferpack
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18:30 24.05.2017
Yannick Kuhl (Südkreis, rechts) gegen Tuncay Kepenek (TSV Kirchhain). Foto: Thorsten Richter (thr) Quelle: Thorsten Richter
Kirchhain

Das 11:0 am vergangenen Wochenende war der höchste Saisonsieg der Kirchhainer - was angesichts des Gegners allerdings nicht wirklich für Überraschung sorgte.

Der VfB Wetter II, abgeschlagenes Tabellenschlusslicht, steht schon lange als Absteiger fest und ist die Schießbude der Liga. Torverhältnis: minus 114. Der hohe Sieg also lediglich eine Pflichtaufgabe für den TSV? Wer die Begegnung sah, der merkte, dass sie besonders für einen Spieler größere Bedeutung hatte. Tuncay Kepenek, 20, brachte Schwung in Kirchhains Offensive.

Neben zwei Torvorlagen schnürte er selbst einen Fünferpack - und verbesserte damit seine eigene Bilanz erheblich. Neun Treffer hat Kepenek insgesamt in dieser Spielzeit erzielt. Eine Ausbeute, mit der der Stürmer selbst nicht wirklich zufrieden ist. „Ich hätte gerne mehr Tore geschossen“, gibt er zu, „aber gerade deshalb war es ein super Gefühl, gegen Wetter II noch einmal so einen Sahnetag zu erwischen.“

Es ist aktuell die zweite Spielzeit bei den Senioren für Kepenek, der schon seit den Bambinis beim TSV Kirchhain spielt. Das vergangene Jahr, als der 20-Jährige in der ersten Mannschaft debütierte, lief für den TSV mit dem Abstieg aus der Gruppenliga nicht optimal. Die aktuelle Runde kann sich da schon besser sehen lassen: Kirchhain steht auf Platz drei in der Kreisoberliga, mit etwas mehr Glück wäre sogar der zweite Rang und damit der Relegationsplatz möglich gewesen. „Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Mit unserem jungen Team haben wir wieder Spaß am Fußball“, sagt Kepenek. Er räumt aber auch ein: „Für mich ist die Saison relativ schlecht gelaufen.“

Im September - bei der 1:2-Niederlage gegen Bunstruth/Haina - brach sich der Offensivspieler den Arm. Nach einer halben Stunde musste er ausgewechselt werden. Danach zehn Wochen Pause. Es war die erste größere Verletzung in Kepeneks Karriere. „Immer draußen zu stehen und der Mannschaft zuzusehen, war dann schon hart“, berichtet er, „man will natürlich immer spielen, will immer der Mannschaft helfen“.

Ohne die Verletzung, da ist sich Kepenek sicher, hätte er das eine oder andere Tor mehr machen können. Immerhin das zehnte will er nun am letzten Spieltag unbedingt noch schießen. „Eine zweistellige Zahl würde besser aussehen“, sagt er schmunzelnd. Der Gegner jedenfalls könnte passender nicht sein: Kirchhain gastiert bei der SG Bunstruth/Haina.

von Yanik Schick