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Besondere Kammermusik bringt zum Lachen

Kunst- und Kulturtage Besondere Kammermusik bringt zum Lachen

In der Schweinsberger Kirche erlebten Zuhörer „heitere Kammermusik zu dritt“. Die gespielten Werke stammen aus vier Jahrhunderten.

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Andrea Rüppel (von links), Matthias Friedrich und Peter Groß spielten als Trio Pulcinella. Foto: Kai Erdel

Schweinsberg. In der Reihe „sonntags um 5“ der Stadtallendorfer Kunst- und Kulturtage trat am Sonntag das „Trio Pulcinella“ in der Schweinsberger St.-Stephanus-Kirche auf. 50 Besucher waren gekommen um das Programm „Heitere Kammermusik zu dritt“ zu genießen. Matthias Friederich, in seiner Jugend zweimal Bundessieger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ und musikalischer Leiter des Orchesters Camerata Marburg, Andrea Rüppel, welche seit 2000 die organisatorische Leitung der Kirchhainer Abendmusiken innehat und Peter Groß, seit 1988 Bezirkskantor im Kirchenkreis Kirchhain, präsentierten den Zuhörern heitere Musik aus vier Jahrhunderten.

Während Rüppel hierbei ihrer Querflöte treu blieb und Groß die Möglichkeiten seines elektrischen Klaviers nutzte, um unterschiedliche Instrumente darzustellen, wechselte Friederich zwischen verschiedenen Blockflöten und seiner Oboe.

Neben eher bekannten Stücken, wie der Triosonate C-Dur von Georg Philipp Telemann und den Grobschmied-Variationen von Georg Friedrich Händel gab es auch Überraschendes. Hierbei traten die drei Künstler nicht immer zusammen als Trio auf, sondern auch als Duett und als Solisten. Egal, ob nun allein, zu zweit oder zu dritt, das Motto der heiteren Kammermusik wurde glänzend umgesetzt.

William Y. Hurlstone steuerte„Drei englische Sketche“ dem Programm bei und von Richard Rodney Bennett gab es ein „Zwiegespräch“. Bei der „Dachboden-Suite“ von Hans Georg Lotz gab es dann nicht nur grinsende Gesichter und Schmunzeln im Publikum.

Zahlreiche Besucher mussten bei manchem Stück laut lachen. Dies lag zu einem guten Teil an der glänzenden Interpretation von Friederich, der Stücken wie dem „Sperrmüll-Blues“ oder dem „Eichhörnchen-Stepp“ nicht nur Leben, sondern auch eine gehörige Portion Humor einhauchte.

Den Abschluss einer vergnüglichen Stunde machten Stücke von William Popp. Dessen „Der Hirtenjunge“ war auch die Zugabe, die das Trio als Dank für den Applaus des Publikums gab.

von Kai Erdel

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