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Ostkreis Bekommt Wohratal eine digitale Linde?
Landkreis Ostkreis Bekommt Wohratal eine digitale Linde?
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00:17 26.09.2018
Das Bürgerhaus Wohratal wäre einer der Standorte für ein öffentliches WLAN. Quelle: Nikola Ohlen
Halsdorf

Den „Lindenplatz“ gibt es in Halsdorf schon Jahrzehnte. Möglicherweise wird er demnächst dann auch Standort einer „digitalen Dorflinde“. Sprich: Dort bekämen Benutzer von Tablet oder Smartphone kostenfreies Wireless Lan, um mit entsprechender Geschwindigkeit im Internet zu surfen.

Das entspricht genau den Vorstellungen des Landes, das solche öffentlichen WLAN-Netze an Kommunikationsorten im jeweiligen Dorf fördern möchte.

Wie die OP berichtete hatte das Land das Förderprogramm „digitale Dorflinde“ im September in Biedenkopf gestartet, zunächst als Pilotprojekt.

Das Land fördert die Einrichtung des WLAN mit einer Fördersumme von 1 000 Euro je  einzelnem Standort. Mit der Umsetzung hat das Land nach entsprechender Ausschreibung ein Unternehmen beauftragt, die Firma IT-Interebner GmbH.

In Wohratal soll es aller Voraussicht nach sechs solcher „WLAN-Hotspots“ geben. An den fünf Gemeinschaftshäusern und eben am Lindenplatz in Halsdorf.

Bei der Dorfscheune Langendorf, so die Vorstellung des Gemeindevorstandes, soll der Dorfbrunnen in das Funknetz einbezogen sein und beim Feuerwehrgerätehaus Hertingshausen der Bereich „Lavendelfeld und Pergola“. Ob all das technisch so machbar und vor allem auch bezahlbar sein wird, muss sich noch weisen.

Ende dieses Monats gibt es ein Treffen mit der Firma IT-Interebner, wie Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) in der Gemeindeparlamentssitzung berichtete.

Technisch machbar

Von der technischen Machbarkeit ist Hartmann eigentlich überzeugt. Ganz entscheidend dürften die Einrichtungskosten für die Gemeinde sein. „Wenn sie bei 1.200 bis 1.300 Euro pro Hotspot liegen, dann wäre das machbar“, sagt Hartmann. Etwa 300 Euro müsste die Gemeinde dann jeweils dazuzahlen. Sollten die Kosten aber deutlich darüber liegen, so „müssten wir darüber noch mal genauer reden“, schränkt Hartmann ein.

Erst in einem weiteren Schritt, wenn die technische Machbarkeit geprüft ist, soll es konkrete Angebote geben.
Wann das erste kostenfreie öffentliche WLAN in Wohratal eingeschaltet werden könnte, lässt sich derzeit also noch nicht vorhersagen.

Den Betrieb der Funknetze müsste die Gemeinde in jedem Falle selbst finanzieren. Nur für die Ersteinrichtung des jeweiligen WLAN gibt es Geld vom Land. Das Land Hessen fördert dabei bis zu zehn solcher Hotspot genannten Funkbereiche pro Stadt oder Gemeinde. In diesem und im nächsten Jahr stehen insgesamt zwei Millionen Euro über die WI-Bank bereit.

von Michael Rinde