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Beim Mittagessen wird’s persönlich

Stadtallendorf Beim Mittagessen wird’s persönlich

Erst knapp drei Wochen im Amt und schon überhäuft mit Lob. Bärbel Schwertmann fühlt sich sichtlich wohl in Stadtallendorf und in ihrem neuen Arbeitsumfeld: dem Haus St. Bonifatius.

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Die neue Pflegedienstleiterin Bärbel Schwertmann des Hauses St. Bonifatius.

Quelle: Dennis Siepmann

Stadtallendorf. „Meine Tür steht immer offen – sowohl für unsere Mitarbeiter, als auch für die Hausbewohner“, sagt Bärbel Schwertmann. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester ist seit dem 21. Februar die neue Pflegedienstleiterin im Haus St. Bonifatius. Zudem hat sie die kommissarische Heimleitung inne, da Georg Gnau erkrankt ist. Direkt beim Antritt der Stelle hat sich die zweifache Mutter mittels eines Steckbriefs bei den Bewohnern und deren Angehörigen bekannt gemacht.

Dass Schwertmann mit ihrer offenen Art schon jetzt positive Rückmeldungen erntet, spricht für den Erfolg ihrer Herangehensweise. „Sie sucht den Kontakt zu den Bewohnern. Das ist sehr angenehm für uns. Dadurch ist die Atmosphäre im Haus sehr menschlich und wertschätzend“, weiß die Heimbeirätin Elisabeth Tepe zu berichten. Schwertmann selbst bleibt bescheiden und sagt mit einem Lächeln, das gute Klima im Hause sei wohl auch eine Folge der gemeinsamen Mittagsmahlzeit. „Beim Essen kommt man immer leicht ins Gespräch und lernt sich kennen. Natürlich auch über persönliche Dinge. Mir ist eine enge Bindung zu den Heimbewohnern sehr wichtig“, sagt die 45-Jährige.

Mit einem wohlwollendem Blick beobachtet Dr. Markus Juch die Entwicklung im Haus Bonifatius: „Dass ein solches Vertrauensverhältnis zu Frau Schwertmann bereits nach knapp drei Wochen besteht, zeigt auch uns, dass der richtige Weg eingeschlagen worden ist.“ Juch, der Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands in Fulda, hatte aber noch einen anderen Grund für seinen Besuch in Stadtallendorf: „In Funktion des Dachverbandes kümmern wir uns auch um die stationären Einrichtungen der Altenhilfe, die im Moment durch den TÜV-Hessen zertifiziert werden.“ Dabei gehe es darum, die in der Pflege angewendeten Qualitätsstandards zu überprüfen. „Diese Kommission prüft die Küchen, schaut nach der Hygiene und vergewissert sich, ob die Menschen in den jeweiligen Einrichtungen die Hilfe bekommen, die sie benötigen", erklärt Simone Müller, die als Qualitätsbeauftragte beim Caritasverband arbeitet.

Caritasverband sucht das Gespräch mit den Beteiligten

Sieben Altenwohnheime die dem Caritasverband angehören – verteilt über ganz Hessen, mussten sich den TÜV-Qualitätsprüfungen stellen. Darunter auch das Haus St. Bonifatius. Mit einer Rückmeldung der Kommission rechnet Juch in den nächsten Wochen.

„Wir sind nun vor Ort, um uns selbst ein Bild zu machen. Dabei suchen wir sowohl das Gespräch mit den Mitarbeitern, als auch mit den Bewohnern, um eventuelle Verbesserungsvorschläge zu diskutieren.“, berichtet Juch. Zu beanstanden hatte der Caritasdirektor in diesem Fall jedoch nichts, vielmehr wollte er sich lieber zu einem gemeinsamen Mittagessen treffen – denn da lernt man sich bekanntermaßen am Besten kennen.

von Dennis Siepmann

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