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Beim E-Book gibt es keine Mahngebühr

Stadtbücherei Beim E-Book gibt es keine Mahngebühr

E-Books, E-Videos, E-Paper: Diese elektronischen Medien gewinnen im Alltag immer mehr Bedeutung. Dem trägt die Stadtbücherei Stadtallendorf Rechnung. Künftig ist sie beim "Onleihe"-Verbund dabei.

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Elke Hahn zeigt die Onleihe-Seite, über die sich ab Mitte Januar auch Stadtallendorfer Bücherei-Benutzer mit elektronischen Medien versorgen können. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Der hessische Bibliothekenverbund „Onleihe“ wächst weiter. Eines der jüngsten Mitglieder ist die Stadtallendorfer Stadtbücherei. Aktuell sind damit 67 Bibliotheken landesweit angeschlossen - und es werden stetig mehr werden. Davon ist zumindest Eckhard Kumrow von der Hessischen Fachstelle für öffentliche Bibliotheken überzeugt. Er informierte den Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Soziales und Kultur über das „Onleihe“-Angebot. In Stadtallendorfs Stadtbücherei startet es Mitte Januar, wie Elke Hahn, die Leiterin der Stadtbücher, berichtet. Angemeldete Bücherei-Kunden aus Stadtallendorf haben dann via Internet die Möglichkeit, sich aus dem großen Angebot des „Onleihe“-Verbundes zu versorgen. Ihr Internet-Passwort für die Stadtallendorfer Bücherei werden die Stadtallendorfer Leser dabei behalten können. Sie müssen sich lediglich an das neue Ausleihe-Portal gewöhnen.

Im Bücherei-Verbund stehen derzeit 55000 digitale Medien zum Abruf bereit, E-Book, E-Videos oder auch E-Papers. Derzeit wird dieser Bestand in den Katalog der Stadtallendorfer Stadtbücherei übertragen. Der Gesamtbestand wächst im Verbund ständig, vor allem bei den elektronischen Büchern und den E-Papers, wie Eckhard Kumrow erklärt. Das entspricht auch dem Nutzerverhalten. Marburgs Stadtbücherei verzeichnete allein im vergangenen Jahr ein Plus von 20 Prozent bei den „Onleihe“-Nutzern. Im nächsten Jahr stehen im Verbund weitere 120000 Euro für Neuanschaffungen elektronischer Medien bereit, tausende werden also hinzukommen.

Doch nicht jeder Titel ist ausleihbar. „Man wird zum Beispiel keine Harry-Potter-Ausgabe finden, einfach, weil es der Verlag nicht will“, erläuterte Kumrow den Ausschuss-Mitgliedern.

Kumrow machte deutlich, dass es bei der Online-Verleihe elektronischer Medien große Unterschiede beim Verhalten der Verlage gibt - für die E-Books und Co natürlich lukrative Wachstumsmärkte sind.

Das elektronische Buch ist auch für ältere Leser attraktiv, da die Lesegeräte, die E-Reader, die Möglichkeit bieten, die Schriftgröße und damit die Lesbarkeit zu erhöhen.

Wer ein elektronisches Medium ausleiht, muss auch keine Rückgabefristen beachten. Denn mit Fristablauf ist das E-Book auf dem Gerät zwar noch vohanden, lässt sich aber nicht mehr öffnen und lesen. Der Nutzer müsste es erneut ausleihen. Derzeit liegt die Ausleihfrist bei 14 Tagen, der Onleihe-Verbund strebt aber eine Flexibilisierung und Verlängerung an.

Die Kosten für den Verbund hat Stadtbücherei-Leiterin Elke Hahn über einen Förderzuschuss finanzieren können. Sie ist überzeugt, dass sich der Kreis der Bücherei-Nutzer durch das neue Angebot erweitern wird.

Die Stadtbücherei verfügt derzeit über 22000 Bücher. Aktuell gibt es 4500 registrierte Nutzer, Tendenz steigend. In den vergangenen 11 Monaten hat Elke Hahn 230 Neuleser registriert, die Zahl der Ausleihen ist ebenfalls entsprechend gestiegen. Sie liegt bei 33000 in diesem Jahr.

Wenn das „Onleihe“-Angebot startet, wird die Bücherei auch über eigene E-Reader verfügen, damit sich Nutzer einen Einblick verschaffen können. Zum Start von „Onleihe“ plant Elke Hahn auch einen „Tag der offenen Tür“.

Wer sich schon einmal mit dem Online-Portal der „Onleihe“ beschäftigen möchte, kann das auf der Internetseite der OP unter folgendem Link: http://bit.ly/onleihe-mr

von Michael Rinde

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