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Beim Abkürzen abgestürzt

Stadtallendorf Beim Abkürzen abgestürzt

Ein Blutfleck in der Unterführung und ein zerbrochenes Oberlicht sind stumme Zeugen eines Unfalls, der sich am Sonntag am Stadtallendorfer Bahnhof ereignete.

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Alexandra Freidhof und Daniel Kraus betrachten einen Blutfleck unter dem Lichtschacht, durch den ein Betrunkener am Sonntag beim Abkürzen über die Gleise gestürzt war.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Mehrere Wochen lang hatten die Unvernünftigen Glück, nun verletzte sich ein junger Mann, als er am Stadtallendorfer Bahnhof die Abkürzung über die Gleise nehmen wollte.

Ende August hatte die Stadt die Notbremse gezogen: Ursprünglich waren beide Unterführungen wegen der Bauarbeiten am und rund um den Bahnhof gesperrt. Immer wieder nahmen Bürger statt des Pendelbusses die Abkürzung über die Gleise, um auf die andere Seite des Bahnhofs zu gelangen. Dabei brachten sie sich in Lebensgefahr. Die Stadt erkannte die Gefahr und öffnete folgerichtig die Unterführung am Tegut-Markt.

Doch scheinbar ist einigen Menschen der kleine Umweg noch immer zu weit. Ein 20-jähriger Mann aus Aßlar hatte am Sonntagabend großes Glück, als er sich betrunken entschloss, die Abkürzung über die Gleise zu nehmen. Die Bundespolizei teilte mit, er sei laut Zeugenaussagen aus der Niederkleiner Straße gekommen und durch die Bahnunterführung auf Gleis 3 gegangen. Dort beseitigte er eine Absperrung und lief über die Gleise, um so zum Gleis 1 zu gelangen. Oberhalb der Unterführung trat er auf die Kunststoffabdeckung eines Lichtschachtes. Diese hielt seinem Gewicht nicht stand, brach ein, und der Mann stürzte vier Meter in die Tiefe.

Der junge Mann wurde im Rettungswagen in die Universitätsklinik nach Marburg gebracht. Er zog sich Prellungen und Hautabschürfungen zu. Die Polizei leitete ein Bußgeldverfahren ein.

von Florian Lerchbacher

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