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Ostkreis Beifall für Stadträte, Ärger um Beirat
Landkreis Ostkreis Beifall für Stadträte, Ärger um Beirat
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19:26 05.02.2012
Bürgermeister Manfred Vollmer (rechts) verlas die Ernennungsurkunden für die Stadträte (von rechts) Bernd Zink, Olga Schmitt und Otmar Bonacker. Stadtverordnetenvorsteher Hans-Georg Lang (links) vereidigte die neuen Stadträte. Quelle: Matthias Mayer

Stadtallendorf. Stadtverordnetenvorsteher Hans-Georg Lang (CDU) begrüßte zu Beginn der jüngsten Parlamentssitzung die neuen Stadtverordneten Jürgen Berkei, Frank Bonacker (beide CDU) und Reinhard Kauck (SPD). Kauck nimmt nach dem Mandatsverzicht von Christian Somogyi den vakanten Sitz in der SPD-Fraktion ein.

Somogyi hatte sein Mandat niedergelegt, weil er in der Nachfolge von Manfred Vollmer (CDU) am 15. März seinen Dienst als Bürgermeister von Stadtallendorf antritt. Die Hessische Gemeindeordnung verbietet es Magistratsmitgliedern, gleichzeitig dem Parlament anzugehören.

Der bisherige Stadtrat Otmar Bonacker (CDU) übernimmt Reinhardts Amt des Ersten Stadtrats. Damit ist der Diplom-Ingenieur zugleich stellvertretender  Bürgermeister von Stadtallendorf. Die Verwaltungsfachangestellte Olga Schmitt und Bernd Zink wechseln aus der Stadtverordnetenversammlung neu in den Magistrat. Bürgermeister Manfred Vollmer überreichte den drei Stadträten die Ernennungsurkunde und Hans-Georg Lang nahm den beiden Magistrats-Novizen den Amtseid ab.

Die Stadtverordneten gratulierten den Stadträten mit Beifall, und dies in einer von Harmonie geprägten Sitzung, die nur einen Streitpunkt kannte. Der aber hatte es in sich.

Es ging um die Besetzung von fünf Beiratsmandaten für die Netzgesellschaft Herrenwald. In dieser Gesellschaft wollen die Städte Stadtallendorf und Neustadt gemeinsam mit Eon ihre kommunalen Stromnetze betreiben. Laut Beschlussvorlage des Magistrats sollten nach dem Verteilungsschlüssel Hare-Niemeyer die beiden großen Fraktionen CDU und SPD je zwei Abgeordnete und die Grünen einen Abgeordneten entsenden. FDP und Republikaner sollten leer ausgehen.

Die beiden kleinsten Fraktionen werteten dies als überflüssigen Angriff auf die zuletzt immer wieder beschworene Gemeinsamkeit im Parlament.  

von Matthias Mayer

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