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Bei der größten Krippe dauert der Aufbau drei Stunden

Ausstellung Bei der größten Krippe dauert der Aufbau drei Stunden

Alle zwei Jahre gestalten Mitglieder der Niederkleiner Pfarrgemeinde eine familiär gestaltete Krippenausstellung im Pfarrheim.

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Rita Schmitt und Hedwig Clasani (von links) aus Niederklein betrachteten die Bethlehemkrippe von Heinrich Rhiel aus Roßdorf.Foto: Alfons Wieber

Niederklein. Besonders dem Engagement von Isabella Preis war es geschuldet, dass die Ausstellung am vergangenen Sonntag im Saal des Pfarrheims stattfand. „Sie hat mit ihrem Einsatz wieder eine ganz große Leistung vollbracht“, lobte das Niederkleiner Urgestein Wilhelm Brand die Organisatorin. Um zu zeigen, wie sich Maria und Josef in der Vorweihnachtszeit „Gemeinsam auf den Weg machen“ wurden die Besucher von einer fast lebensgroßen Schäfergruppe, die den Weg zur Ausstellung wies, bereits an der Treppe zum Pfarrheim begrüßt. „An Heilig Abend trifft sich die Gemeinde nach dem Gottesdienst vor dieser Krippe, in welcher dann ein Niederkleiner Ehepaar die heilige Familie darstellt“, erzählte Isabella Preis.

Die Niederkleinerin hatte viele Mitbürger, bei denen sie vom Besitz einer schönen Krippe wusste, angesprochen und um Unterstützung gebeten. Bei allen war sie auf offene Ohren gestoßen. Rund 25 Krippen standen so am Ende in der Ausstellung. Eine der größten war sicher die Bethlehemkrippe von Heinrich Rhiel aus Roßdorf. Aus wie vielen großen, kleinen und kleinsten Teilen diese Krippe besteht, konnte Heinrich Rhiel gar nicht sagen. „Aber es dauert rund drei Stunden bis alles zusammengesteckt und aufgebaut ist. Wenn die Frau mithilft geht es etwas schneller“, lachte er. Alle Teile hat er in mühevoller und jahrelanger Arbeit aus naturbelassenen Lindenholzbrettchen selbst hergestellt. „In jedem Jahr kam etwas dazu. Aber irgendwann muss man aufhören. Es muss ja auch alles sachgerecht gelagert werden“, berichtete er von seinen Platzproblemen.

Eine der kleinsten Krippen aus dem Besitz der Niederkleiner Familie Koch zeigte Isabella Preis. Es handelt sich um eine sogenannte Reisekrippe, die auf Reisen, bei Krankenhausaufenthalten oder ins Altersheim mitgenommen werden kann und in eine Nussschale hineingebaut ist. Außergewöhnlich auch die Engel, die Waltraud Koch aus zusammengeklebten und anschließend vergoldeten Suppennudeln unterschiedlicher Form und Größe hergestellt hat und die in der Art von Christbaumkugeln zur Verzierung von Weihnachtsgestecken verwendet werden.

Eingegangene Spenden will Isabella Preis zur Deckung der eigenen Kosten und an die Anapolis-Partnerschaft in Brasilien weitergeben.

von Alfons Wieber

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