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Ostkreis Bei Investitionen steht schwarze Null
Landkreis Ostkreis Bei Investitionen steht schwarze Null
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20:08 30.01.2012
Bürgermeister Manfred Barth zum Haushaltsentwurf: „Wer ja zu diesem Haushalt sagt, sagt ja zur Kratz‘schen Scheune und ja zum Verzicht auf andere wünschenwerte Investitionen.“ Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Im Haushaltsentwurf, den Bürgermeister Manfred Barth (parteilos) am Montagabend in Ernsthausen der Stadtverordnetenversammlung vorstellte,  hat der Magistrat die haushaltstechnischen Grundlagen dafür geschaffen, dass mit dem Teilausbau der Kratz‘schen Scheune zu einem Gemeinschaftshaus für die Kernstadt in diesem Jahr begonnen werden kann.

Die Zauberzahl, die dies ermöglicht, lautet 137.500 und taucht zweimal im Haushaltsentwurf  auf: 137.500 Euro wird die Stadt laut Planentwurf in diesem Jahr für Investitionen auf dem Kreditmarkt aufnehmen. 137 500 Euro wird Rauschenberg gleichzeitig tilgen. „Damit kommen wir in diesem Jahr ohne Nettoneuverschuldung aus“, stellte der Bürgermeister im Haushaltsgespräch mit dieser Zeitung fest und ergänzte: „Wir erfüllen die Genehmigungskriterien für die Haushalte 2012 und 2013 und damit auch für den Ausbau der Kratz‘schen Scheune.“

Allerdings ist  die erfreuliche Entwicklung bei den Investitionen nur die halbe Wahrheit des Rauschenberger Haushalts, der im Ergebnishaushalt wieder ein dickes Minus aufweist, auch wenn das Defizit längst nicht so hoch ausfällt wie im vergangenen Jahr. Einnahmen in Höhe von 5,75 Millionen Euro stehen Ausgaben in Höhe von 6,88 Millionen Euro gegenüber. Das führt zu einem Defizit in Höhe von 1,129 Millionen Euro. „Damit sind wir um 458.000 Euro weniger schlecht als im vergangenen Jahr“, stellte der Kämmerer ohne den leisesten Anflug von Genugtuung fest. Das bessere Ergebnis im Vergleich zu 2011 führte Barth auf gestiegene Einnahmen bei Schlüsselzuweisungen und Steuern und auf die Sparanstrengungen der Stadt zurück. Obwohl Rauschenberg bei den Personalkosten im Landkreis und auch in Hessen bereits eine Spitzenposition einnehme, sei es gelungen, durch den Wegfall einer Stelle 75.000 Euro  einzusparen, sagte Barth.

von Matthias Mayer

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