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1,6 Millionen Euro für neue Gleise

Bauarbeiten 1,6 Millionen Euro für neue Gleise

Die Brücker Mühle und die umliegenden Häuser sind derzeit vom Rest der Amöneburger Kernstadt abgeschnitten. Schuld 
daran sind Bauarbeiten der Deutschen Bahn.

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Ende des Monats sollen die Arbeiten an den Gleisen rund um den Bahnübergang Amöneburg beendet sein.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Ganz außen herumfahren, sonst geht da nichts: Wer derzeit von der Brücker Mühle mit dem Auto in die Kernstadt gelangen will, der muss einen für Amöneburger Verhältnisse relativ langen Umweg in Kauf nehmen. Der Grund ist einfach: Seit Anfang des Monats erneuert die Deutsche Bahn auf rund zwei Kilometern „aufgrund technischer Notwendigkeit“ die Gleise, wie ein ­Sprecher des Unternehmens erläutert.

Zwei Kilometer? Warum dann also den Bahnübergang dauerhaft sperren? „Die Arbeiten an der erforderlichen Leit- und Sicherungstechnik am Bahnübergang ließen keine Alternative zur kompletten Sperrung zu“, entgegnet der Pressesprecher. Ausschlaggebend seien „sicherheitstechnische Gründe“: 
Jegliche „gleisgebundene Fahrzeuge“, die derzeit auf den Schienen wegen der Arbeiten unterwegs sind, würden bei Nicht-Außerbetriebnahme des Bahnübergangs zu Störungen der Lichtzeichenanlage führen. Und das auch dann, wenn sie mehrere hundert Meter vom Bahnübergang entfernt im Einsatz und allem Anschein nach keine akute Gefahr sind.

Weitere Arbeiten erst 2020

Die Planung der Arbeiten erfolgte bei der Bahn im Frühjahr 2017. Die Baukosten für die Gleiserneuerung belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Die Arbeiten dauern nach Angaben des Unternehmens bis Ende des Monats und befinden sich derzeit im vorhergesagten Zeitrahmen. Danach soll dann zwei Jahre wieder Ruhe sein: Für 2020 sind auf der Strecke weitere Umbauarbeiten geplant, „welche ebenfalls aufgrund der technischen Ertüchtigung erforderlich sind“, so die Deutsche Bahn.

Die Ohmtalbahn verband einst Kirchhain mit Burg-Niedergemünden im Vogelsberg. Mangels Nachfrage wurde der Personenverkehr auf dem rund 20 Kilometer langen Abschnitt im Jahr 1980 eingestellt, die Strecke aber für den Güterverkehr offengehalten.

1999 erfolgte der Rückbau der Strecke zwischen Burg-Niedergemünden und dem heutigen Streckenende, das sich zwischen Nieder-Ofleiden und ­Ober­-Ofleiden befindet. Auf dem verbliebenen zwölf Kilometer langen Schienenabschnitt verkehren regelmäßig mit Schotter beladene Züge zwischen dem Basaltwerk Mitteldeutsche Hartstein-Industrie in Nieder-Ofleiden und dem Kirchhainer Bahnhof. Von dort aus gelangt die Fracht über die Main-Weser-Bahn zu seinen Abnehmern.     

von Florian Lerchbacher

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