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Bangen ums Gemeinschaftshaus

Schönbach Bangen ums Gemeinschaftshaus

Geringe Auslastung, hoher Sanierungsbedarf: Die Zukunft des Schönbacher Gemeinschaftshaus steht auf wackligen Fundamenten. Wie es weitergeht, ist derzeit völlig offen.

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Schon ein flüchtiger Blick auf die Fassade zeigt: Das Schönbacher Gemeinschaftshaus hat mit undichten Türen und einfach verglasten Fenstern viele Kältebrücken. Eine Sanierung scheint dringend notwendig.

Quelle: Matthias Mayer

Schönbach. Ein Knackpunkt: Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) hat die Sanierung des ehemaligen Schulhauses nicht in seinen Haushaltsentwurf für 2012 aufgenommen.

Im Gespräch mit dieser Zeitung begründete er dies mit den enormen Sanierungskosten in Höhe von 270.000 Euro allein für den öffentlichen Teil des Gebäudes, in dem neben den Gemeinschaftsräumen auch eine vermietete Wohnung, der Jugendclub und die Feuerwehr untergebracht sind.

Dieser hohe finanzielle Aufwand stehe in keinem wirtschaftlich tragbaren Verhältnis zur Nutzung des Hauses. Der Ortsbeirat melde nur rund 90 Belegungen pro Jahr; nach der Auflösung des Gesangvereins falle ein Nutzer weg, sagte Kirchner.

Der zweite Knackpunkt: Schon vor Jahren übergab das Land Hessen der Stadt einen Bewilligungsbescheid über 90.000 Euro für die energetische Sanierung des Schönbacher Gemeinschaftshauses. Dieser Zuschuss steht vor der Verfristung. Nur wenn die Sanierungsarbeiten bis zum 31. Dezember 2012 abgeschlossen sein sollten, würden die Landesmittel fließen.

Ohne diesen Landeszuschuss sei an eine Sanierung in Schönbach nicht zu denken, machte Kirchner gestern deutlich.

Er habe den Schönbacher Ortsbeirat über die Situation aufgeklärt, der darauf mit zwei Initiativen reagiert habe: Einem Antrag zur Aufnahme des Sanierungsprojekts in den Haushaltsentwurf 2012, der am Dienstag, 15. November, im Kirchhainer Haupt- und Finanzausschuss erörtert werde sowie mit der grundsätzlichen Bereitschaft des Ortsbeirats, die Gründung einer Fördervereins voranzubringen, der nach Burgholzer und Himmelsberger Vorbild die Trägerschaft für das Gebäude zum Zwecke der Kostensenkung übernimmt.

Der Bürgermeister bezweifelte, dass der Schönbacher Sanierungsprojekt noch im regulären Haushaltsgebungsverfahren Einzug in den Etat 2012 halten werde. Aber der Haushalt könne auch noch im kommenden Jahr durch Parlamentsbeschluss entsprechend geändert werden.

von Matthias Mayer

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