Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Bahnhofsanierung in greifbarer Nähe

Modernisierung Bahnhofsanierung in greifbarer Nähe

Es besteht Hoffnung für die Modernisierung der Bahnanlagen in Kirchhain. Erst muss aber eine andere Kommune aus dem Förderprogramm ausscheiden, bevor Kirchhain nachrücken kann.

Voriger Artikel
Alle Stimmen für Vollmers letzten Etat
Nächster Artikel
Die spinnen, die Mardorfer!

Barrierefreiheit? Fehlanzeige. Die Stadt will sich jetzt um die Aufnahme in ein Förderprogramm bewerben, um endlich den barrierefreien Weg zu den Gleisen zu ermöglichen.

Quelle: Alfons Wieber

Kirchhain. Einstimmig hat der Kirchhainer Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr der Stadtverordnetenversammlung die Empfehlung ausgesprochen, die Rahmenvereinbarung mit der Deutschen Bahn anzunehmen. Hierbei geht es um die  Modernisierung von Bahnstationen in Hessen, unter anderem auch um den Bahnhof in Kirchhain.

Die Stadt Kirchhain plant unter der Einbeziehung des Bahnhofsgeländes die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes. Besonders berücksichtigt werden soll hierbei der barrierefreie Ausbau der Zugänge zu den Bahnsteigen sowie der Bahnsteige selbst. „Auf Grund der Nutzungszahlen unseres Bahnhofs haben wir insgesamt gute Chancen in das Programm aufgenommen zu werden“, betonte der Bürgermeister.

Dabei wird allerdings ein Kostenrahmen von rund 500.000 Euro auf die Stadt zukommen. „Ob wir die Maßnahmen unter unserer Schuldenlast allerdings schultern können,  auch im Hinblick auf die Anforderungen des  Kommunalen Schutzschirms des Landes Hessen, bleibt abzuwarten“, befürchtete der Ausschussvorsitzende Prof. Dr. Erhard Mörschel.

Kirchhain kann auch nur dann in das Programm aufgenommen werden, wenn eine andere Kommune ausscheidet. Bauamtsleiter Volker Dornseif sprach in diesem Zusammenhang bei der Art der Gestaltung von unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten, die dann im Dialog mit der Stadt entwickelt würden. Der Planungszeitraum dazu beträgt rund drei Jahre. Die Zeit eilt allerdings für Kirchhain, denn um überhaupt Chancen zu haben in das Programm aufgenommen zu werden müsse der Antrag der Stadt bis Mitte Februar vorliegen, so Volker Dornseif.

Über das Geschwindigkeitsverhalten in verkehrsberuhigten 30-km/h-Zonen berichtete Fachbereichsleiter Gordon Schneider. „Die Einrichtung dieser Zonen ist ein probates Mittel, um die Verkehrssicherheit der Fußgänger, besonders im Bereich der Schulen zu erhöhen“, so Schneider. In einem Flyer weist die Stadt auf die Besonderheiten der 30er-Zonen und das richtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer hin.

Zu der geplanten Aufnahme der Stadt in den Kommunalen Schutzschirm des Landes berichtete Bürgermeister Kirchner. Demnach könnte Kirchhain mit der Übernahme der Tilgungskosten mit einer errechneten Schuldensumme von rund 6,2 Millionen Euro rechnen. Kirchhain müsste in einem Zeitraum von rund 30 Jahren die Zinsen tragen. Außerdem wird vertraglich geregelt, dass die Stadt innerhalb von drei Jahren ihr derzeitiges Defizit von rund 2,4 Millionen Euro abbauen muss. Dies bedeutet für die Stadt ein weiteres jährliches Minus von 800.000 Euro. „Das wird sehr schwierig für uns werden, trotzdem sollten wir die Diskussion mit dem Land führen“, so Kirchner. Für Reiner Nau, Bündnis 90/Die Grünen, sind die Auswirkungen dieser Vereinbarung nur tragbar, wenn alle im Parlament vertretenen Gruppierungen dabei an einem Strang ziehen. Uwe Pöppler, Fraktionsvorsitzender der CDU, befürchtete für den Fall der Nichtannahme des kommunalen Rettungsschirms künftig die Streichung von eventuellen Zuschüssen.

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr