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Bäume bewirken Ausnahmezustand

Hertingshausen Bäume bewirken Ausnahmezustand

Ein Riesenerfolg war auch in diesem Jahr wieder die Verkaufsaktion des Vereins „Freunde des Weihnachtsbaums“ auf dem Anwesen der Hertingshäuser Familie Peter Boucsein.

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Hertingshausen. Bereits unmittelbar nach der Eröffnung am Sonntagvormittag um 10 Uhr drängten sich zahlreiche Menschen in der Ortsmitte von Hertingshausen. Zum Teil waren sie sogar mit Anhängern an ihren Fahrzeugen angereist, um einen oder gleich mehrere Weihnachtsbäume abzutransportieren. „Die Ersten waren schon vor neun Uhr hier, um sich ihren Baum auszusuchen. Da hatte der Verkauf noch gar nicht begonnen“, stellte Klaus Boucsein fest und wischte sich trotz frostiger Temperaturen Schweiß von seiner Stirn.

Ein Bekannter aus dem Sauerland hatte die Boucseins vor rund fünf Jahren zur Weihnachtszeit mit Nordmanntannen beliefert. Und die Bäume stießen im Dorfauf große Resonanz: Nachbarn interessierten sich, das gleiche galt für Freunde und Bekannte, inzwischen hat sich daraus ein Verkaufstag entwickelt, der einem kleinen Volksfest ähnelt.

Mittlerweile  ist der Weihnachtsbaumverkauf in Hertingshausen eine feste Einrichtung geworden. Er findet immer am dritten Adventssonntag statt und ist schon über die Grenzen zweier Landkreise hinaus bekannt und beliebt. „Das lief zunächst in einem kleinen Rahmen. Dann ist der Weihnachtsbaumverkauf regelrecht explodiert“, sagte Martin Pletsch, der Schwager der Familie lachend und zeigte auf die Menschenmenge der Suchenden auf dem Hof und in der Scheune.

Die Tannenbäume standen in Reih und Glied, bis sich ein Käufer fand. Von Zeit zu Zeit kamen hochbeladene Anhänger mit Nachschub auf den Hof. Martin Pletsch, Klaus und Joachim Boucsein hatten dann alle Hände voll zu tun beim Entladen. Zum Teil erreichten die noch verpackten Bäume den Ausstellungsraum in der Scheune gar nicht erst sondern wurden von den Kunden unmittelbar nach dem Abladen gekauft.

 „Frohe Weihnachten“ prangte auf den gelben Warnwesten der rund 20 Familienmitglieder der Boucseins, die in die Organisation eingebunden waren. „Es macht einfach Spaß“, erklärte Maria Pletsch ihre Motivation und betonte: „Der größte und schönste unserer Weihnachtsbäume steht dann an Weihnachten als Geschenk der Familie in unserer Kirche.“

von Alfons Wieber

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