Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Bad-Sanierung ist gesichert

Stadtallendorf Bad-Sanierung ist gesichert

Ohne viel Federlesen hat das Stadtallendorfer Stadtparlament die Diskussion über die Frage der Hallenbadsanierung beendet.

Voriger Artikel
Große Freude über hohe Ehrung
Nächster Artikel
Auto gerät in den Gegenverkehr

Für voraussichtlich 7,6 Millionen Euro wird das Stadtallendorfer Hallenbad nächstes Jahr saniert. Archivfoto

Stadtallendorf. Am Donnerstagabend hat das Stadtparlament endgültig und einstimmig beschlossen, keine Neubauvariante für das sanierungsbedürftige Hallenbad weiterzuverfolgen. Im Frühjahr hatten die Parlamentarier festgelegt, dass auch die Version eines Allwetterbades am Freibadstandort noch zu untersuchen ist. Das Ergebnis des Fachbüros, dass auch reine Neubauvarianten bereits analysiert und für bei weitem zu teuer befunden hatte, war eindeutig: Zwischen 17 und 19 Millionen Euro hätte Stadtallendorf investieren müsssen, um ein Allwetterbad zu schaffen, wahlweise mit oder ohne zu öffnendes Bad. Den für die Sanierung des Hallenbads bereits sicheren Landeszuschuss von 1,3 Millionen Euro hätte es bei Neubauvarianten am Freibad nicht gegeben.

Die Aussprache im Stadtparlament fiel knapp aus. Maria März (CDU) erinnerte daran, dass jetzt der Weg eingeschlagen werde, auf den man sich ohnehin schon verständigt hatte. Die CDU habe der zusätzlichen Untersuchung vor allem zugestimmt, weil sie sich nicht gegen das erste Projekt des neuen Bürgermeisters habe stellen wollen. „Die Summe von 5000 Euro hätten wir sinnvoller einsetzen können“, sagte März. Und sie kritisierte, dass diese letzte Entscheidung erst jetzt falle, wo sie doch bereits für Ende Mai angekündigt gewesen sei. Das wollte SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Hesse so nicht stehen lassen. Er verwies auf die Statements im aktualisierten Einzelhandelsgutachten zu möglichen Investoren am Hallenbadstandort. Gutachter Peter Berger habe Investoren zugesagt, doch die hätten sich nicht finden lassen. „Außerdem haben wir in der Runde der Fraktionsvorsitzenden vor der Sommerpause geklärt, warum die Vorlage zum Hallenbad erst später kommt“, betonte Hesse.

Sanierung beginnt im nächsten Jahr

Manfred Thierau (Republikaner) räumte ein, dass seiner Fraktion ein Bau am Freibad lieber gewesen wäre. „Wir mussten aber zur Kenntnis nehmen, dass wir uns einen solchen finanziellen Quantensprung wirtschaftlich nicht leisten können.“

Für Winand Koch (FDP) war der Hinweis wichtig, dass Bäder ein „weicher Standortfaktor“ seien. „Und welche Stadt kann sich schon zwei Bäder leisten?“, fragte er während der Aussprache. Eine solche Transparenz wie jetzt habe es noch nie gegeben, sagte Koch mit Blick auf die begutachteten Varianten.

Das Hallenbad wird voraussichtlich ab nächstem Frühjahr saniert. Derzeit bereiten die Stadtwerke die europaweite Ausschreibung vor. Aller Voraussicht nach kostet die Sanierung und Aufwertung des Hallenbades 7,6 Millionen Euro, von der Summe geht dann noch der Landeszuschuss ab.

Geplant ist ein Anbau für den Eltern-Kind-Abschnitt und ein Whirl-poolr. Der Gastronomie-Teil wird neugestaltet. Zudem bekommt das Bad unter anderem ein neues Blockheizkraftwerk und eine Wärmedämmung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr