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Autoschlange weist den Weg

Pflanzmarkt Autoschlange weist den Weg

Reger Besuch herrschte am Samstag beim 25. Pflanzmarkt rund um die Dorfscheune in Langendorf.

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Große Nachfrage herrschte an den Pflanzenständen mit Biopflanzen.

Quelle: Karin Waldhüter

Langendorf. Von einem kleinen Markt in der Anfangszeit ist der Pflanzmarkt heute zu einem Anziehungsmagneten für Besucher aus dem gesamten Landkreis geworden.

Das zeigte sich schon bei der Ankunft in Langendorf. Eine lange Schlange parkender Autos säumte die Straße und wies so den Weg zur Dorfscheune. Gartenfreunde fanden dort an zahlreichen Verkaufsständen eine große Auswahl an Biopflanzen, darunter verschiedene Kräuter-, Gewürz- und Duftpflanzen, Stauden, Beet- und Balkonblumen sowie Gemüsepflanzen.

Seit 15 Jahren ist Barbara Seitz aus Goßfelden immer auf dem Markt zu finden. Sie bietet hauptsächlich selbst gezogene Ableger aus dem eigenen Garten an. Neben Gemüsepflanzen wie Zucchini oder Tomaten hatte sie auch Stauden ihrer Herbsthimbeeren mitgebracht. „Die Früchte tragen bis zum Frost und haben ein fantastisches Aroma“, verspricht die Hobbygärtnerin. Zudem hätten die Früchte keine Würmer, denn der Himbeerblütenstecher fliege nicht mehr, wenn die Himbeere blühe.

Erstmals wurde in diesem Jahr der neu geschaffene Platz neben der Dorfscheune genutzt. Darüber freute sich Ben Bender von der Gruppe „Pflanzmarkt“, die gemeinsam mit dem BUND die Organisation übernommen hatte. Auf dem mit großer Unterstützung der Langendorfer entstandenen Platz hatten Kinder einen Flohmarkt aufgebaut.

Hauptattraktion war aber der Pflanzmarkt. „Früher boten nur Leute vom BUND hier ihre Waren an“, erinnert sich Maria Nau an die Anfangszeit. Im Laufe der Zeit sei der Markt dann immer mehr gewachsen: „Heute kommen Leute aus dem gesamten Landkreis, die das Angebot an Biopflanzen zu schätzen wissen.“ Aber auch das kulturelle und kulinarische Angebot kam gut an: Die vielen Mitglieder des Backhausvereins versorgten die Besucher mit Köstlichkeiten wie Pizza, Ziegenkäsestangen, Spinatschnecken und Brot aus dem Steinbackofen. Der SV Langendorf übernahm den Verkauf von Bratwürstchen und Salaten sowie von Kaffee und Kuchen. Die Getränkeversorgung hatte der Förderverein Kinder- und Jugend Wohratal übernommen. „Das ganze Dorf arbeitet mit“, freute sich Bender über das Engagement der Langendorfer. Bürger buken rund 40 Kuchen und Torten und spendeten sie. Am Abend spielten dann noch die „Strangers“ aus Kirchhain zur Pflanzmarktfete in der Dorfscheune auf.

Insgesamt waren, nach Schätzung Benders, rund 800 Besucher beim Pflanzmarkt. Eine davon war Maria Amrhein aus Wohra, die ob des vielfältigen Angebots begeistert war. „Die Atmosphäre hier auf dem Dorfplatz ist etwas ganz Besonderes, man kann gut essen und trifft viele Bekannte“, betonte sie.

Wie in jeden Jahr geht der erwirtschaftete Überschuss als Spende an eine Gruppe in der Region, die sich für den Erhalt der Natur einsetzt. In diesem Jahr kommt das Geld der Kinder und Jugendarbeit in Wohratal zugute, im besonderen der Jungschar und dem Verein „Wachholderheide“.

von Karin Waldhüter

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