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Ostkreis Autohof-Bau rückt immer näher
Landkreis Ostkreis Autohof-Bau rückt immer näher
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19:48 23.02.2017
Lastwagen warteten gestern Nachmittag wieder wie an jedem Tag im Gewerbegebiet Nordost. Foto: Michael Rinde
Stadtallendorf

Stadt und Bauherr sind sich seit längerem mehr als einig. Das ist jetzt auch formal dokumentiert. In der vergangenen Woche verkaufte der Stadtallendorfer Magistrat notariell rund 32000 Quadratmeter an Hasan Ögretmen. Der Unternehmer, Inhaber der Firma S&H Reinigung, will am Fuße des Gewerbegebietes einen Autohof schaffen (die OP berichtete). Je nach Ausbaustufe entstehen zwischen 50 und 80 Stellplätze, vorrangig für Lastwagen. Kommt die Autobahn 49 wie geplant, so läge der Autohof Ögretmens ideal - nämlich direkt vis-a-vis einer Abfahrt. Doch der Autohof rechnete sich auch ohne Autobahn bereits ab der ersten Ausbaustufe, so die Planungen des Stadtallendorfers.

Mit der ersten Ausbaubaustufe will Ögretmen in jedem Falle in diesem Jahr beginnen, kündigt er an. Zum Autohof gehören eine Tankstelle mit kleiner Gastronomie und einem Laden, ein Teil der Stellplätze wie auch das neue Verwaltungsgebäude von „S&H Reinigung“. Das Unternehmen ist derzeit an zwei Standorten präsent, in Stadtallendorf und Homberg (Ohm) und braucht laut Ögretmen dringend eine Zentrale. Zusätzlich will der Unternehmer auch eine Fahrzeugaufbereitung entstehen lassen.

Mit den Lkw-Parkplätzen könnte ein altes Stadtallendorfer Problem gelöst werden: das wild parkender Lastwagen, die auf ihren Anlieferungstermin bei den Industrieunternehmen warten oder vorgeschriebene Ruhezeiten einhalten müssen. Sie parken derzeit an Straßenrändern im Gewerbegebiet oder im Stadtgebiet - nicht immer zur Freude von Anwohnern. Im Gewerbegebiet wurde die Stadt selbst aktiv, stellte Mülleimer und Toilettenhäuschen auf.

Gebäudeanordnungleicht verändert

Zwischenzeitlich hat Ögretmen zusammen mit seinem Architekt den Autohof etwas umgeplant. Die Anlage entsteht rechts an der Daimler- beziehungsweise Faudi-Straße, von der Bundesstraße aus gesehen.

Dies teilte die Stadtverwaltung zuletzt aufgrund einer Anfrage von Sigrid Waldheim (SPD) mit. „Die Parkplätze werden jetzt eher im hinteren Teil der Anlage entstehen“, sagt Ögretmen gegenüber der OP. Sein Unternehmen ist inzwischen auf 230 Mitarbeiter angewachsen. Noch eine Planung ist inzwischen konkreter geworden gegenüber dem vergangenen Jahr: die Entstehung einer Filiale einer Schnellrestaurant-Kette, in dem Falle von McDonalds. „Wir haben klare Signale bekommen, dass sie sich ansiedeln wollen“, freut sich Ögretmen. Verträge gibt es aber noch nicht.

„Wir prüfen, ob es sich für uns um einen sinnvollen Standort handeln könnte“, sagt Dagmar Burger, Mc-Donalds-Sprecherin für die Region West, auf Nachfrage der OP. Wann Entscheidungen fallen oder wann gar mit einem Baubeginn zu rechnen ist, lässt Burger aber offen.

Bürgermeister Christian Somogyi, der in der Vergangenheit mit verschiedenen Interessenten Gespräche über einen potenziellen Autohof geführt hatte, freut sich über die konkreter gewordenen Entwicklungen. „Dieser Autohof ist eine Notwendigkeit“, betont er. Sobald die zusätzlichen Parkflächen bereitstehen, soll es in der Stadt verschärfte Kontrollen geben, um wild parkende Lastwagen dorthin zu verweisen. Dass eine McDonalds-Filiale am Rande Stadtallendorfs konkreter werden könnte, hält Somogyi für sehr erfreulich. „Das entspräche einem Wunsch vieler junger Stadtallendorfer, auch die Bundeswehr hat dieses Anliegen schon geäußert“, so Somogyi.