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Ostkreis Autofahrer dürfen länger parken
Landkreis Ostkreis Autofahrer dürfen länger parken
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17:48 05.07.2012
Die Aufschrift auf den Parkschildern in der Stadtallendorfer Stadtmitte wird sich bald ändern. Künftig kann bis zu drei Stunden kostenfrei geparkt werden. Foto: Florian Lerchbacher
Stadtallendorf

Der Anstoß zur Parkzeitverlängerung kommt durch einen Parlamentsantrag der SPD: In Stadtallendorf dürfen Autofahrer demnächst bis zu drei Stunden kostenfrei parken ohne ein Knöllchen zu riskieren. Aktuell liegt die Parkdauer noch bei zwei Stunden.

„Damit wollen wir den Standort Stadtmitte stärken und Autofahrern den Zeitdruck nehmen“, begründete Wolfgang Salzer (SPD) die Initiative während der Debatte. Der SPD-Antrag sieht vor, dass die Parkzeitverlängerung zunächst auf ein Jahr befristet wird, um Erfahrungen zu sammeln. Außerdem soll sich die Verwaltung darum bemühen, das auch bei privaten Parkplätzn wie neben Supermärkten eine einheitliche Drei-Stunden-Regelung gilt.

In der Vergangenheit hatte die Stadt Stadtallendorf eine Parkzeitbegrenzung eingeführt, um Dauerparkern keine Chance zu geben. Die Parkdauer wird in Stadtallendorf entsprechend kontrolliert.

Politisch hatte die SPD bei diesem Antrag alle übrigen Fraktionen auf ihrer Seite. Ohne Diskussion wurde ein Ergänzungantrag der CDU gleich mitbeschlossen, der eine enge Absprache der Parkregelungen mit den Stadtallendorfer Einzelhändlern vorsieht.

Annemarie Hühn (CDU) beschrieb praktische Vorteile der Parkzeitverlängerung. Die komme auch Autofahrern zugute, die für einen längeren Artzbesuch in der Stadt seien. Eine enge Kooperation mit dem Einzelhandel sei sinnvoll. Friedhelm Wieber (FDP) sieht in der Parkzeitverlängerung auch einen Standortvorteil Stadtallendorfs gegenüber Städten wie Kirchhain oder Marburg. „Das kostenfreie Parken ist etwas, das andere in der Form nicht bieten“, betonte Wieber.

In der Ohmstadt sind zwar die Parkplätze am Festplatz gebührenfrei, im eigentlichen Stadtzentrum müssen Parker aber zahlen. So sind der Marktplatz wie auch der Parkplatz in der Römerstraße beispielsweise gebührenpflichtig. Lediglich Kurzzeitparker, die wirklich nur wenige Minuten bleiben, sind ausgenommen. Sie können die „Brötchentaste“ der Automaten nutzen.

Bis die Parkzeitverlängerung in Stadtallendorf gilt vergeht aber noch etwas Zeit. Zahlreiche Schilder müssen durch neue ersetzt werden. Die Stadtverwaltung schätzte gestern auf Nachfrage dieser Zeitung, dass dies noch sechs bis acht Wochen dauern wird. „Ein Grund dafür ist die Ferienzeit“, erläuterte gestern Freddy Greib, Fachebereichsleiter in der Stadtverwaltung,

Die Kosten der neuen Beschilderung lassen sich noch nicht abschätzen. Einen wesentlichen Teil der Arbeit wird der städtische Bauhof erledigen.

Eine Katastrophe schien sich anzubahnen, doch just als Pfarrer Dierk Brüning über die Stärke der Gemeinschaft sprach, hatten die Schwabendorfer in bewährter Zusammenarbeit ihre Orgel repariert.

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