Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Ausschuss sagt Ja zur Windkraft
Landkreis Ostkreis Ausschuss sagt Ja zur Windkraft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:13 10.06.2011
Ein Spezialkran hebt auf dem Krückeberg bei Speckswinkel den Rotor des zur Zeit größten hessischen Windrades auf die Montagehöhe von 138 Meter. Auch in Kirchhain sollen Windräder dieser Größenordnung entstehen. Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Dort wurde die Ausweisung von Vorrangflächen für die Windkraft erörtert, die die Bündnisgrünen, deren Fraktionsvorsitzender Reiner Nau im Stadtparlament ist, über den Koalitionsvertrag auf die Tagesordnung der Stadtpolitik gesetzt hatten.

Kirchhain verfügt bislang weder über Windräder noch über Vorranggebiete für Windkraft, wie Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) berichtete. Vorranggebiete müssten geschaffen werden, da diese Voraussetzungen für die Planung von Investoren seien.

Die Stadt setzte darauf, möglichst heimische Investoren für ihre Windpark-Flächen zu gewinnen, um die Wertschöpfung möglichst in der Region zu halten. Dabei werde auch an Bürger-Windkraftwerke gedacht, sagte der Bürgermeister.

Als mögliche Standorte für zusammen maximal acht Windräder auf Kirchhainer Grund sind diese drei Vorranggebiete vorgesehen:

- Der Stadtwald oberhalb von Sindersfeld. Auf einer Höhe zwischen 310 und 320 Meter über dem Meeresspiegel könnten bis zu zwei Windräder entstehen.

- Der Kirchhainer Stadtwald und der angrenzende Langensteiner Interessentenwald. Zwischen 280 und 320 Meter Höhe könnten auf dieser größten Vorrangfläche drei bis vier Windräder gebaut werden.

- Die Gemarkung „Auf der Haide“ der Emsdorfer Höhe. Auf dem zwischen 275 und 290 Meter hoch gelegenen Areal lassen sich maximal drei Windräder bauen.

Sprecher aller Fraktionen würdigten das Vorhaben und so empfahl der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, den für den ersten Schritt notwendigen Aufstellungsbeschluss für die Änderung des rechtskräftigen Flächennutzungsplanes zu fassen.

von Matthias Mayer

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.