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Aus Verbundenheit zur Stiftsschule

Ehemaligentreffen Aus Verbundenheit zur Stiftsschule

Die Identifikation mit der Stiftsschule ist auch viele Jahre nach dem Abitur noch hoch. Das bewiesen mehr als 1000 ehemalige Schüler der Bildungseinrichtung, die zum Ehemaligentreffen kamen.

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Während des Ehemaligentreffens war Kai-Uwe Kundlatsch einer von vielen, der sich als Dank für eine Spende auf dem Plakat von Ann-Christin Decher verewigen durfte.Fotos: Karin Waldhüter

Amöneburg. „Erinnerst du dich noch?“ So begannen am Samstagnachmittag viele Gespräche unter den ehemaligen Stiftsschülern, die den Schulhof bevölkerten. Schnell frischten sie alte Vertraulichkeiten auf und tauschten sich über Jahre aus, in denen sie sich nicht gesehen hatten.

Im vierjährigen Rhythmus lädt die „Amoeneburgia“, die Vereinigung ehemaliger Schüler, Lehrer und Freunde der Stiftsschule St. Johann zu diesem Großereignis ein. Mehr als 1200 Gäste folgten vor vier Jahren der Einladung – und auch in diesem Jahr wurde diese Zahl erreicht. Viel Betrieb herrschte auf dem Schulhof, mit Einbruch der Dunkelheit weitete sich das Fest auf die Aula aus, denn dort sorgte erstmals mit „Soundset Unlimited“ eine Live-Band für musikalische Unterhaltung.

„Ich bin dankbar, dass so viele in die Schule gekommen sind, die uns alle geprägt hat“, freute sich Dr. Stefan Heck, der Vorsitzende der Amoeneburgia. Lange habe man auf das Treffen hingearbeitet, und die Besucherzahl zeige die hohe Identifikation vieler Ehemaliger mit ihrer Schule. Er richtete sein Lob nicht nur an das Organisationsteam mit Margit Waldhüter, Thomas Feldpausch, Sina Göbel, Stefan Völker und Stefan Klenner für die Vorbereitung, sondern auch an Dr. Ortwin Schuchardt, den ehemaligen Vorsitzenden, der zwölf Jahre lang die Geschicke des Vereins lenkte. „Inzwischen zählt der Verein 650 Mitglieder auf der ganzen Welt, den die Verbundenheit mit der Stiftsschule zusammenhält“, so Heck, der sich freute, den ehemaligen Hausmeister Karl Braun als einen begrüßen zu können, der „allen im Gedächtnis geblieben ist“.

Prominente Gäste

Schulleiter Hans-Georg Lang hieß Hans Gottschlich, der die Fäden der Stiftsschule von 1990 bis 2005 in der Hand hielt, und Dr. Winfried Rübsam, der 33 Jahre stellvertretender Schulleiter war, willkommen. Ein besonders prominenter Ehemaliger war Dr. Alois Rhiel, der ehemalige hessische Minister für Wirtschaft und Verkehr. Rhiel stammt aus Anzefahr und absolvierte im Jahr 1969 sein Abitur an der Schule.

Eifrig sammelte Stefan Völker mit Schülerin Ann-Christin Decher Spenden zur Förderung des Sports und der Theaterarbeit, um den dringend benötigten Schallschutz für die Aula zu ermöglichen. Bei Kosten in Höhe von 47000 Euro, übernimmt der Förderverein 13000 Euro, das Bistum unterstützt den Kauf mit 20000 Euro. Die fehlenden 14000 Euro sollen durch Spenden aufgebracht werden.

Damit die Ehemaligen die vielen Veränderungen der vergangenen Jahre nachvollziehen konnten, boten Lehrer Führungen durch den renovierten Biologietrakt, den neu gestalteten Theater-Fachraum und das Rabanushaus an.

Viele Besucher interessierte vor allem der millionenschwere Umbau des Rabanushauses, das früher die Schlafstätte der Heimschüler war. Besonderes Interesse zeigten Pfarrer Wilhelm Gerlach aus Erfurtshausen, der von 1950 bis 1956 Stiftsschüler war, der ehemalige Staatssekretär im Postministerium, Gerhard Pfeffermann, der bis zur Mittleren Reife von 1946 bis 1953 Schüler des Progymnasiums war, und Joachim Hofmann, einer der ersten, die 1964 ihr Abitur an der Schule ablegten,

Auf dem Programm standen zudem Musik der Big-Band der Stiftsschule „Mönhatten“ und Besichtigungen der Stiftskirche.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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