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Aus Sorgenkind wird E.on-Standort

Stadtentwicklung Aus Sorgenkind wird E.on-Standort

Viele Jahre war unklar, was mit dem Obergeschoss des Stadtallendorfer Postgebäudes geschehen soll. Nun steht fest: E.on Mitte richtet dort einen Betriebs- und Planungsstandort ein.

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Marco Müller (von links), Christian Somogyi, Otmar Bonacker (Erster Stadtrat), Thomas Groll, Freddy Greib (Leiter des Fachbereichs eins) und Michael Weber waren die Hauptfiguren der Vertragsunterzeichnung für das Obergeschoss des im Hintergrund sichtbaren

Stadtallendorf. „Wir freuen uns, dass Sie Ihre Geschäfte in Stadtallendorf etabliert haben und wir unsere Geschäftsbeziehung durch den Mietvertrag festigen und vielleicht sogar noch verbessern können“, sagte Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi gestern zu Marco Müller und Michael Weber. Der Leiter des Regionalzentrums Süd und der Leiter des Netzservice waren ebenso zufrieden. Müller freute sich über die kurzen Wege zum Rathaus - einen Ort, den die E.on-Mitarbeiter aus den vergangenen Jahren bestens kennen.

Mit der Einrichtung des Standortes setzt das Unternehmen eine Vereinbarung um, die es mit den Städten Neustadt und Stadtallendorf bei der Vergabe der Stromkonzession und der daraus resultierenden Gründung der Netzgesellschaft Herrenwald getroffen hatte. Voraussichtlich ab dem 1. Januar 2013 arbeiten zehn Mitarbeiter in Stadtallendorf und helfen den Bürgern bei Fragen rund um die Themen Netzanschluss und Anschluss von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Außerdem sind sie für den Netzbetrieb der Herrenwald-Gesellschaft sowie für die Strom- und Gasnetze in Kirchhain und die von E.on Mitte versorgten östlichen Marburger Stadtteile zuständig.

Neustadts Bürgermeister Thomas Groll betonte, dass die zum 1. Januar ins Leben gerufene Netzgesellschaft Herrenwald das bisher einzige Konstrukt sei, das funktioniere. Es sei richtig, dass zwei Nachbarstädte bei wichtigen Fragen wie der Stromversorgung kooperierten „und den Weg zusammen marschieren“. Ebenso habe er Verständnis, dass E.on seinen Standort in der größeren der beiden Städte einrichte.

Die Stadt Stadtallendorf setzt die Renovierungsarbeiten im Obergeschoss des zum 1. Januar 2011 erworbenen Gebäudes fort. Die Post wollte den Komplex einst an das internationale Immobilienunternehmen Lone Star verkaufen. Die Stadt nutzte ihr Vorkaufsrecht, vor allem, um zu verhindern, dass das zentrale Gebäude zu einem Spekulationsobjekt wird. Dann allerdings stand immer wieder die Frage der weiteren Nutzung im Raum.

Nun also gibt es eine Antwort. Mehr als 100000 Euro muss die Stadt in die Sanierung des Obergeschosses investieren, erklärt Sigrid Waldheim, die Leiterin des zuständigen städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien (DuI). Es gelte, den einst von der Postverwaltung genutzten Gebäudeteil auf die Bedürfnisse von E.on Mitte zuzuschneiden - dazu muss unter anderem die uralte Technik erneuert werden. Die Mietverträge mit Post und DHL laufen bis ins Jahr 2015/2016 und haben Verlängerungsmöglichkeiten. In Sachen E.on plant die Stadt ebenfalls langfristig, wie Somogyi verdeutlichte: „Aus dem Postgebäude, das wir übernommen haben, wird ein kleines Dienstleistungszentrum. Das ist ein kleiner Meilenstein.“

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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