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Aus 4 wurden 25 Jahre als Vorsitzende

Frauengemeinschaft St. Michael Aus 4 wurden 25 Jahre als Vorsitzende

Nach 25 Jahren als Vor­sitzende der Frauengemeinschaft St. Michael macht Annemarie Hühn nun Schluss. "Eine Ära geht zu Ende", hob Pfarrer Diethelm Vogel in seiner Laudatio hervor.

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Pfarrer Diethelm Vogel (links) und die stellvertretende Vorsitzende Simone Falker (rechts) verabschiedeten aus dem Vorstand neben Annemarie Hühn (von links) auch Monika Röder, Hannelore Pümpel und Kassiererin Marion Humrich.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Ein Vierteljahrhundert lang war Annemarie Hühn Vorsitzende der Frauengemeinschaft St. Michael. Der Gedanke, das Amt aufzugeben, habe sie schon ein paar Jahre beschäftigt, erläuterte die 69-Jährige ihre Entscheidung während der Jahreshauptversammlung. „Irgendwann muss man halt sagen, es reicht“, ergänzte sie.

Viel Zeit und Energie habe sie in die Arbeit gesteckt und dafür viel Lob bekommen, so die Trägerin der Goldenen Ehrennadel der Stadt Stadtallendorf, die im Jahre 2008 auch mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet wurde: „Die Arbeit hat mir viel Freude gemacht, doch irgendwann ist Schluss.“

Damals sei sie ins kalte Wasser geworfen worden und aus den angedachten vier Jahren Vorsitz seien letztendlich 25 Jahre geworden, betonte Hühn und hob einige Höhepunkte der vergangenen Jahre hervor: Sie nannte das Missionsprojekt der Frauengemeinschaft in Idah/Afrika und erinnerte an das Sammeln für Basare und Tombolas, deren Erlöse seit vielen Jahren den Senioren im Bonifatiushaus zugute kommen.

Sie erinnerte aber auch an das Jahr 1990, als das Gemeinschaftshaus für den Fasching zu eng geworden war und die Entscheidung anstand, entweder im Soldatenheim oder in der Festhalle weiterzumachen.

Bekanntermaßen wurde es die Festhalle und „ihr Kind“, der erste Weiber­fasching, gleich zur „Hammerveranstaltung“. Mit Hühn als Sitzungspräsidentin machte sich die Veranstaltung weit über die Grenzen Stadtallendorfs hinaus einen Namen. Ab 2002 lag auch die Organisation von Fahrten in ihren Händen.

„In den 25 Jahren habe sie einiges investiert, Zeit, Engagement und Herzblut hineingegeben“, betonte Pfarrer Diethelm Vogel. Er zeichnete die scheidende Vorsitzende für ihre Verdienste in der Katholischen Frauengemeinschaft mit einer Ehrenurkunde aus.

Die Frauengemeinschaft habe in der Arbeit mit Senioren viel soziales Engagement gezeigt und zu einer lebendigen Gemeinde beigetragen, betonte er. „Eine Ära geht zu Ende und damit eine Zeit, die sie entscheidend mitgeprägt haben“, sagte der Geistliche und lobte Hühn im Namen der Kirchengemeinde für den Einsatz und das große Engagement.

„Sie haben diesem Ehrenamt Gestalt gegeben, indem sie sich den Frauen zugewendet und ihre Sorgen und Freuden mit ihnen geteilt haben. Viel Zeit und Kraft haben sie dafür geopfert und durch ihr Handeln dazu beigetragen, dass Frauen Gemeinschaft und Orientierung erfahren können“, zitierte Pfarrer Diethelm Vogel aus der Ehrenurkunde.

„Sie haben Licht und Sonne in die Gemeinde gebracht“, ergänzte der Pfarrer und überreichte ­gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden Simone Falker einen Sonnenblumenstrauß.

„Du hast mich zum Fasching geholt und mir 25 Jahre lang ­Orden umgehängt“, erinnerte Falker und betonte, nun sei sie an der Reihe und überreichte den karnevalistischen Ehrenorden der Frauengemeinschaft mit einem „Bützche“. „Der Weiberfasching geht weiter“, betonte Hühn und wünschte dazu viel Erfolg.

Ebenfalls aus dem Vorstand verabschiedet wurden an diesem Abend Kassiererin Marion Humrich und aus dem erweiterten Vorstand Monika Röder, Hildegard Richter und Hannelore Pümpel. „Ihr habt viele Jahre ehrenamtlich im Hintergrund gearbeitet, gesammelt, verkauft und gemacht. Es ist wichtig, dass man solche Leute hat“, stellte Simone Falker heraus.

In naher Zukunft soll eine Vorstandsitzung anberaumt werden, während der eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden soll, kündigte Falker genauso an wie die Aufnahme einiger neuer Mitglieder im Rahmen des Erntedankfestes.

Die zweite Vorsitzende übernimmt vorerst die Amtsgeschäfte und wird als Sitzungspräsidentin in der nächsten Kampagne die Narren in der Festhalle willkommen heißen. Annemarie Hühn will weiterhin Reisen planen und gemeinsam mit ihrem Mann für die Seniorenbetreuung im Bayerischen Wald zuständig sein sowie weiterhin als Stadtverordnete und Lektorin fungieren.

von Karin Waldhüter

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