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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Großes Straßenbauvorhaben kommt 2014 Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Noch vor zwei Jahren war die Sanierung des südlichen Kirchhainer Stadteingangs für die Stadt das Großprojekt Nummer eins. Seitdem ist es merklich still geworden um das 2,5 Millionen Euro teure Bauvorhaben.

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Der Straßenbelag Am Amöneburger Tor ist hinfällig. Ab 2014 sollen dort, in der Untergasse, an der Ohmbrücke und am provisorischen Kreisel die Bauarbeiten beginnen. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Der Grund: Der Stadt sind mit den Förderbescheiden für die Sanierung von Bürgerhaus und Feuerwehrstützpunkt sowie der Option, von der Bahn Gelände für die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes kostengünstig zu erwerben, unverhofft drei Chancen ins Haus geflattert, die Infrastruktur der Kernstadt zu verbessern. Weil wegen der zeitlich befristeten Förderbescheide Eile geboten war, wanderte das Straßenbauprojekt in die Warteschleife.

Aber aufgeschoben ist die aufgehoben. Wie Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) auf Anfrage der OP mitteilte, möchte die Stadt ab 2014 das Vorhaben verwirklichen. Zu diesem gehören:

n Der Ausbau des provisorischen Kreisels unterhalb von Amöneburg. n Die Sanierung der alten Ohmbrücke, die aus Gründen nur noch eingeschränkter Stabilität nur noch mit Tempo 50 befahren werden darf. n Die Sanierung der Straßen Amöneburger Tor und Untergasse, die sich seit Jahren als Flickenteppich präsentieren. Nach der ursprünglichen Planung hätte das Vorhaben schon in diesem Jahr verwirklicht werden sollen. Das sei nicht nur aus finanziellen Gründen unmöglich gewesen. Auch die mit den neuen Projekten schon überlastete Bauverwaltung hätte derzeit keine Kapazität, dieses Bauvorhaben zu stemmen, sagte der Bürgermeister der OP.Jochen Kirchner erwartet für 2014 eine deutliche Entspannung der Situation - organisatorisch wie finanziell. Dann seien die großen Vorhaben abgeschlossen. Zusätzlich verschaffe der Wegfall der Kirchenbaulast, die die Stadt jetzt noch mit jährlich 370000 Euro belaste, Kirchhain eine neue frei Spitze für Investitionen. Außerdem habe Hessen Mobil signalisiert, dass 2014 im hessischen Haushalt die Fördermittel für den Ausbau des provisorischen Kreisverkehrs bereit stehen. Ohne den Landeszuschuss in Höhe von 75 Prozent für den Kreisverkehr sei das Vorhaben für die Stadt nicht realisierbar, sagte Kirchner. Der Bürgermeister hatte im Oktober 2010 das Projekt erstmals den parlamentarischen Gremien vorgestellt. Ziel war es, die Bauarbeiten in einem Zug in eigener Regie durchzuziehen, um die Hoheit über die Verkehrslenkung zu behalten. Nur so, so Kirchner damals, lasse sich verhindern, dass Teile der Innenstadt von den Kundenströmen abgeschnitten würden. Die Stadt hatte damals eine Finanzierung über eine „Stundungsabrede“ vereinbar. Im Klartext: Die Baufirma bringt den Kredit mit, der von der Stadt abbezahlt wird. Die Genehmigung dieser Finanzierungsart durch die kommunale Finanzaufsicht liegt noch nicht vor.

von Matthias Mayer

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