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Auf der Suche nach neuen Baugebieten

Ortstermin Auf der Suche nach neuen Baugebieten

Es gibt hier in Rauschenberg viele schöne Baugebiete“, resümiert am Ende einer zweistündigen Ortsbesichtigung der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Bauwesen, Hermann Koch.

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Gemeinsam werfen Bürgermeister Manfred Barth (von links), Michael Nass vom Planungsbüro Geo Plan, Ralf Merle und Hermann Koch in der Straße „Auf dem Kalk“ einen Blick in den Flächennutzungsplan. Foto: Karin Waldhüter

Rauschenberg. Ziel der Begehung: Der Ausschuss möchte Baulücken und leicht erschließbare Freiflächen in der Kernstadt finden und zu Baugebieten entwickeln, um jungen Familien und anderen Bauwilligen auch in Zeiten, da große Neubaugebiete an der Peripherie nicht mehr genehmigt werden, die Chance zu geben, in Rauschenberg zu bauen. Bezahlbare städtische Bauplätze sollen Ansporn sein, um sich hier anzusiedeln.

„Wir wollen Flächen begutachten, die ohne großen Aufwand erschlossen werden können, oder Straßen erfassen, die nur einseitig bebaut sind“, gibt Hermann Koch die Zielrichtung vor. Vom Rathaus aus macht sich die fünfzehnköpfige Gruppe auf den Weg zur Straße „Auf den Röhren“. Ein 3300 Quadratmeter großes Wiesengrundstück in Ortslage mit einem herrlichen Blick auf Rauschenberg wäre hier für die Stadt zu erwerben. Bis zu fünf Bauplätze könnten hier entstehen. Der Eigentümer habe seine Verkaufsbereitschaft signalisiert, bestätigt Bürgermeister Manfred Barth.

„ Wir wollen zukünftig, wenn wir Flächen ausweisen, den Großteil vorher in städtischen Besitz bringen, damit man nachher nicht bebaubare Flächen hat, die dann nicht bebaut werden“,, verdeutlicht Stadtrat Axel Schmidt.

Auch entlang der Straße Auf dem Kalk gibt es voll erschlossene Flächen, die allerdings Privateigentum sind. Ein 400 Quadratmeter großes Eckgrundstück, das noch vom Baugebiet „Am Galgenberg“ übrig geblieben ist, wird ebenfalls in Augenschein genommen wird. „Für einen Bauplatz ist das Grundstück zu klein; es müsste versucht werden, ein Stück von dem angrenzenden Ackerland hinzu zu bekommen“, urteilt Barth, der das Scheitern von Verhandlungen oft in den Preisvorstellungen der Eigentümer sieht.

Nach der Besichtigung des Gebietes an der „Siedlungsstraße“, ziehen das Stadtoberhaupt und Herrmann Koch ein erstes Resümee. „Auf den Röhren lässt sich ein kleines Baugebiet wohl am leichtesten verwirklichen. Auch das Eckgrundstück Am Galgenberg ist realisierbar“, so Koch. „Wir werden die Anregungen aufnehmen, mit den Eigentümern sprechen, die Erschließung beraten und andere Fachfragen mit den Behörden abklären“, gibt Bürgermeister Manfred Barth die Zielrichtung für das nächste halbe Jahr vor.

Anschließend widmeten sich die Teilnehmer der Leerstandproblematik und besichtigten, stellvertretend für vier weitere leer stehende Häuser in der Marktstraße, ein rund 250 Jahre altes unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus. Das Gebäude, das keinen Eigentümer mehr hat, steht seit rund fünf Jahren leer und geht dem Verfall entgegen. Wegen der engen Bebauung fällt kaum Tageslicht in die Räume, Niveauunterschiede zwischen den Zimmern bergen Gefahren und die Raumhöhe liegt bei kaum zwei Meter.

„Jeder einzelne Balken hier steht unter Denkmalschutz“, erläutert Barth, der sich für einen Erhalt des historischen Stadtbildes ausspricht und eine weitere Problematik darin sieht moderne Technik in ein solches Haus zu bekommen. Im Zuge des Leerstandsmanagements soll versucht werden, für diese alten Gebäude Konzepte zu entwickeln.

von Karin Waldhüter

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