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Ostkreis Auf der Suche nach den Stammbäumen
Landkreis Ostkreis Auf der Suche nach den Stammbäumen
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17:53 04.05.2017
Für den Stadtallendorfer Stadtteil Hatzbach entsteht derzeit ein Ortsfamilienbuch. Foto: Tobias Hirsch
Hatzbach

Mit der Geschichte ihres Dorfes beschäftigen sich Horst und Eike Erdel, Vater und Sohn, schon seit vielen Jahren. Unterstützung gibt es für die beiden von Monika Kirchner, der Lebensgefährtin von Eike Erdel. Eine Chronik soll am Ende das endgültige Ziel sein. Auf dem Weg dorthin haben die Erdels schon viel Material gesammelt. Das ist letztlich auch der Anstoß dafür geworden, sich mit einem Ortsfamilienbuch zu beschäftigen. Ein neues Projekt war vor etwa einem Jahr geboren. Das Ziel: Im Ortsfamilienbuch sollen alle früheren Hatzbacher Familien stehen, die sich aus den Kirchenbüchern und Standesamtsregistern ermitteln lassen.

Bei einigen Stämmen Hatzbacher Familien ist es dem Dreierteam schon gelungen, sie mehr als zehn Generationen zurückzuverfolgen. Mittlerweile haben die Verfasser bereits mehr als 3000 Personen erfasst. „Vor etwa einem Jahr haben wir angefangen, seit Beginn diesen Jahres geben wir Daten ein“, berichtet Eike Erdel über den aktuellen Stand der Arbeiten.

Der wohl verbreitetste Familienname in Hatzbach dürfte Schmidt sein, auch in dieser Schreibweise. Bisher sei ihnen bei den historischen Daten noch keine andere Schreibweise, etwa mit einem „Doppel-T“, untergekommen. „Doch wer weiß, ob das nicht noch passiert“, sagt Erdel.

Die Datenbasis, die die drei Forscher haben, ist breit angelegt. Sie haben bereits alle verfügbaren Tauf-, Trau- und Sterberegister der lutherischen und der reformierten Kirchengemeinde ab dem Jahr 1830 ausgewertet. Demnächst werden die Daten des Hatzbacher Kirchenbuches ab 1744 erfasst. Vor dieser Zeit gab es kein eigenständiges Kirchenbuch für Hatzbach, wie Eike Erdel berichtet. Aber Material haben die drei trotzdem. Es gibt Kirchenbücher aus Speckswinkel. Oder von Josbach von 1652, zu dessen Pfarrei Hatzbach seit 1685 gehört. Und es gibt zahlreiche weitere historische Quellen.

Von dem Ortsfamilienbuch wird jede Hatzbacher Familie etwas haben können, wenn sie es möchte. Mit diesem Fundus lässt sich der jeweilige Stammbaum zurückverfolgen und entwickeln.

Hatzbacher müssen zunächst „Ja“ sagen

Allerdings sind in den zugänglichen Kirchenbüchern und Standesamtsnebenregistern die Daten der Geburten nur bis etwa 1900, der Heiraten nur bis 1929 und der Sterbefälle bis zum Jahr 1956 einsehbar. Für die jüngeren Daten brauchen die Autoren des Werkes die Hilfe der Hatzbacher. Am Mittwoch wurden Informationsmaterialien und ein entsprechendes Formular an alle 190 Haushalte verteilt. Vor einer Nutzung von aktuellen Familiendaten müssen die Betroffenen aus datenschutzrechtlichen Gründen zustimmen.

Einen Abschlusstermin für das Projekt gibt es noch nicht. „Wir möchten aber in diesem Jahr fertigwerden“, kündigt Eike Erdel für das Autorenteam an. Das Buch soll dann möglicherweise über einen Verlag veröffentlicht werden, der Bücher auf Anforderung druckt. Vorbilder dafür gibt es bei anderen Ortsfamilienbüchern. Auch Daten von weggezogenen Hatzbachern wären wichtig für die Vollständigkeit des Ortsfamilienbuches. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich gerne bei den Verfassern melden. Das Formular für die Zustimmungserklärung ist auch im Internet auf der Seite www.hatzbach.de zu finden.

Kontakt: Wer Formulare abgeben möchte oder weitere Informationen möchte, kann sich an Horst Erdel, Im Roten Bach 12, Hatzbach, Telefon 06428/2843, wenden.

von Michael Rinde

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